Werbetreibende und Agenturen bewerten digitale Kampagnen meist nach Reichweite, Zielgruppe, Kosten und Wirkung. IQ Digital ergänzt diese Sicht nun um Emissionsdaten. Der Vermarkter weist im Kundenreporting künftig aus, welche CO2-Emissionen durch die Auslieferung und Darstellung digitaler Werbemittel entstehen.
Die neue Kennzahl wird auf Positionsbasis ausgewiesen. Die Kunden sollen damit sehen können, wie hoch die Impressionsintensität einer Kampagne im jeweiligen Reporting-Zeitraum ausfällt. Angegeben wird der Wert in Gramm CO2 pro Impression. IQ Digital will damit eine zusätzliche Grundlage schaffen, um Kampagnen nicht nur nach Media- und Leistungswerten, sondern auch nach ihrem CO2-Fußabdruck zu bewerten.
Berechnung über Cedera
Die Berechnung erfolgt über den texanischen Messdienstleister Cedara, der seit 2024 auch ein deutsches Büro betreibt und schon diverse Partnerschaften geknüpft hat. Grundlage sind nach Angaben von IQ Digital Primärdaten des Vermarkters sowie die aktuelle Version des Global Media Sustainability Framework (GMSF) von Ad Net Zero. Das Framework soll die Berechnung von Medienemissionen standardisieren und Vergleichbarkeit entlang der Lieferkette verbessern.
Die Werte können laut IQ Digital je nach Umfeld, Werbemittel, Format und Auslieferungsparametern variieren. Der Vermarkter will die Emissionskennzahlen daher im Reporting einordnen und Vergleichswerte als Orientierung ausweisen. Im Durchschnitt liegt IQ Digital nach eigenen Angaben bei 0,03 Gramm CO2 Gesamtintensität pro Impression. Als Marktdurchschnitt nennt das Unternehmen 0,56 Gramm CO2 pro Impression.
Zusätzliche Steuerungsgröße
Für Werbetreibende entsteht damit eine weitere Kennzahl im Kampagnenreporting. Sie ersetzt keine Wirkungsbewertung, kann aber Hinweise darauf geben, wie sich unterschiedliche Formate, Umfelder oder Auslieferungswege auf die Emissionsintensität auswirken. Wer Emissionen reduzieren möchte, kann laut IQ Digital zudem Beratung zu möglichen Optimierungshebeln in Anspruch nehmen.
IQ Digital vermarktet ein breites Spektrum digitaler Medien in Deutschland und bringt dafür eigene Technologie mit. Zum Portfolio gehören unter anderem Der Spiegel, FAZ.net, Handelsblatt Online, SZ.de, Wirtschaftswoche Online, Manager Magazin, Harvard Business Manager und Der Tagesspiegel. Das Unternehmen sitzt in Düsseldorf und ist ein Gemeinschaftsunternehmen von FAZ Verlag, Handelsblatt Media Group, Süddeutscher Zeitung Verlag und Zeit Verlag. Laut Unternehmensangaben erreicht das Portfolio 32,9 Millionen Digital Unique User.
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