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DATA

The Trade Desk integriert Utiq-ID

3. Juni 2026 (jh)
Bild: Drew Dizzy Graham - Unsplash

Das kalifornische Adtech-Unternehmen The Trade Desk baut sein Identity-Angebot in der EMEA-Region aus und geht dafür eine Partnerschaft mit dem deutschen Telco-Joint-Venture Utiq ein. Die Integration der Utiq-ID soll die Adressierbarkeit von Zielgruppen im offenen Internet verbessern. Für Utiq bedeutet die Aufnahme in die Infrastruktur der globalen Demand-Side-Plattform (DSP) eine enorme Vergrößerung ihrer Reichweite.

Seit dem schrittweisen Wegfall klassischer Third-Party-Cookies setzen Marktteilnehmer verstärkt auf alternative Identifier und Signallösungen, um Reichweite, Zielgruppenansprache und Messbarkeit im digitalen Werbemarkt sicherzustellen. Viele Plattformen verfolgen heute einen Multi-Identifier-Ansatz, bei dem verschiedene Signale parallel genutzt werden.

Utiq positioniert sich als einer der Anbieter einer datenschutzorientierten Werbeinfrastruktur. Das Unternehmen, das unter anderem mit Deutsche Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone zusammenarbeitet, stellt einwilligungsbasierte Signale bereit, die auf der Netzwerkinfrastruktur der beteiligten Telekommunikationsanbieter basieren. Dafür holt Utiq die Zustimmung der Nutzer über einen eigenen Consent-Prozess ein. Nach erfolgter Einwilligung werden Geräteinformationen in pseudonyme Netzwerk-Signale umgewandelt, die in Form einer ID für Werbezwecke genutzt werden können.

Der von Utiq entwickelte deterministische Identifier ergänzt künftig das bestehende Identity-Portfolio von The Trade Desk. Die US-Amerikaner setzen bereits seit mehreren Jahren auf verschiedene Identifier und Technologien. Dazu gehört unter anderem die eigens initiierte European Unified ID (EUID), die auf einer E-Mail zur Authentifikation basiert. Das Unternehmen argumentiert allerdings, dass einzelne deterministische IDs allein nicht ausreichen, um die gewünschte Skalierung im offenen Internet zu erreichen. Stattdessen soll das Zusammenspiel verschiedener Technologien Reichweite und Performance verbessern.

Jonathan Hauffe, General Manager Business Development, Brands bei The Trade Desk, sagt dazu: “Die Integration von Utiq unterstreicht unser Bekenntnis zum offenen Internet. Das klare Ziel ist es, unseren Kunden die Freiheit zu geben, mit den Lösungen zu arbeiten, die am besten zu ihren Strategien passen. Werbetreibende wollen keine geschlossenen Systeme, sondern Flexibilität. Genau das bieten wir: Wir holen sie dort ab, wo sie in ihrer Identity-Strategie stehen, und ermöglichen ihnen, mehrere Identifier parallel zu nutzen.”

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