Der Pharmakonzern Bayer Vital hat gemeinsam mit dem Adtech-Unternehmen YOC eine daten- und KI-basierte Werbekampagne umgesetzt. Im Mittelpunkt steht ein interaktiver Husten-Test, der direkt in ein Werbeformat integriert ist und Nutzern und Nutzerinnen eine unmittelbare Einschätzung ihrer Symptome ermöglichen soll.
Der eingesetzte Husten-Checker basiert auf einer als Medizinprodukt zertifizierten Software, die anhand kurzer Audioaufnahmen zwischen trockenem und feuchtem Husten unterscheidet. Innerhalb des Werbemittels erhalten Nutzer:innen daraufhin eine individuelle Empfehlung aus der Phytohustil-Produktpalette von Bayer. Eine Registrierung ist nicht erforderlich.
Nach Angaben der Unternehmen wurde bewusst auf klassische Reichweitenstrategien verzichtet. Stattdessen verfolgte Bayer einen inhaltlich getriebenen Ansatz, bei dem der Nutzwert im Vordergrund steht. Die Kampagne wurde über die YOC-Plattform ausgespielt und die technische Umsetzung erfolgte in einem interaktiven High-Impact-Format, das Nutzer:innen aktiv einbindet und die Anwendung des Tools direkt im Werbekontakt ermöglicht.
Zum Einsatz kamen unter anderem Sonderformate von YOC sowie hauseigene Targeting-Technologien, die eine Aussteuerung an Nutzergruppen mit nachweislichem Interesse an Erkältungsthemen ermöglichen sollen.
Die Ergebnisse
Laut den vorgelegten Ergebnissen stieg das Engagement um 47 Prozent im Vergleich zu einem internen Benchmark. Absolute Vergleichswerte wurden nicht veröffentlicht. Der Engagement-Wert selbst ist kein standardisierter KPI und basiert auf plattformspezifischen Interaktionen.
Der Attention Score lag bei 84 von 100 Punkten. Nach Angaben von YOC setzt sich dieser Wert aus mehreren, während der Kampagnenlaufzeit erhobenen Signalen zusammen. Diese werden in die Bereiche Visibility, Situation und Interaction eingeordnet und anschließend zu einem Gesamtwert verrechnet. Der Score soll damit die tatsächliche Aufmerksamkeit der Nutzer:innen im Kontakt mit den Kampagnenmotiven abbilden.
Auch klassische Markenmetriken entwickelten sich deutlich: So erhöhte sich etwa die Markenerinnerung um 39 Prozentpunkte und die Kaufbereitschaft um 29 Prozentpunkte im Vergleich zu einer Kontrollgruppe ohne Werbekontakt.
“Wenn Marken es schaffen, Usern einen konkreten Mehrwert zu bieten und diesen intelligent mit aufmerksamkeitsstarken Formaten zu verbinden, entsteht messbare Wirkung über den gesamten Marketingfunnel hinweg”, kommentiert Dirk Kraus, CEO von YOC. “Genau darin liegt auch die Zukunft des Open Web, als Raum für transparente, wirkungsvolle und userzentrierte Markenkommunikation.”
YOC ist seit 2001 im digitalen Werbemarkt aktiv und war zunächst vor allem im Mobile Advertising positioniert. Heute entwickelt das Unternehmen Technologie für den programmatischen Handel mit Werbeinventar und betreibt mit VIS.X eine Plattform, die Nachfrage- und Angebotsseite zusammenbringen soll.
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