KI soll die Erstellung kontextueller Zielgruppensegmente vereinfachen
21. Juli 2026 (jh)Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die Planung und Steuerung digitaler Werbekampagnen. Während KI bereits in Bereichen wie der Kreativerstellung, Gebotsoptimierung oder Sprachverarbeitung eingesetzt wird, soll sie zunehmend auch die Auswahl passender Werbeumfelder unterstützen. Vor diesem Hintergrund erweitert der Technologieanbieter Gum Gum seine Plattform um ein KI-gestütztes Werkzeug, das Kampagnenbriefings automatisch in kontextuelle Zielgruppensegmente übersetzen soll.
Der Anbieter für kontextuelles Targeting hat den sogenannten Mindset Agent vorgestellt. Das Tool verarbeitet Kampagnenbriefings oder Ausschreibungen und erstellt daraus Vorschläge für sogenannte Custom Segments. Diese können von Werbetreibenden überprüft, angepasst und anschließend aktiviert werden. Zum Start ist die Aktivierung ausschließlich über die Demand-Side-Plattform The Trade Desk möglich.
Technische Grundlage des neuen Werkzeugs ist der unternehmenseigene Mindset Graph. Dieser verarbeitet laut Gum Gum verschiedene Signale aus dem Werbeumfeld, darunter Kontext, Creatives, Attention-Daten und historische Informationen. Mithilfe eines vektorbasierten Modells soll das System geeignete Umfelder für Kampagnen identifizieren, anstatt Inhalte ausschließlich festen Kategorien zuzuordnen.
Die kontextuellen Segmente von Gum Gum stehen in The Trade Desk bereits seit mehreren Jahren zur Verfügung. Mit dem Mindset Agent erhalten Werbetreibende nun direkten Zugriff auf die Funktionen des Mindset Graph. Ziel der Zusammenarbeit sei es, die Erstellung und Aktivierung kontextueller Zielgruppensegmente stärker zu automatisieren.
Der Workflow
Der Workflow sieht vor, dass Nutzer zunächst ein Kampagnenbriefing in das Mindset Portal hochladen. Anschließend generiert die KI Targeting-Vorschläge, erläutert die Auswahl geeigneter Umfelder und ermöglicht Anpassungen hinsichtlich Reichweite und Relevanz. Das fertige Segment kann danach direkt in The Trade Desk aktiviert werden.
“KI sollte nicht einfach alte Targeting-Modelle automatisieren, sondern Marken dabei helfen, bessere Entscheidungen darüber zu treffen, wo, wann und wie sie sichtbar werden”, kommentiert Marcus Startzel, CEO von Gum Gum. “Mit The Trade Desk machen wir genau das möglich: Werbetreibende können strategische Ziele in maßgeschneiderte Mindset-Segmente übersetzen, die auf Aufnahmebereitschaft setzen und nicht nur auf Reichweite. Wenn Marken Mindset verstehen, können sie Werbung ausspielen, die Ergebnisse liefert und für Verbraucher relevanter ist.”
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