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MARKETING ENTSCHEIDER

Frauen besetzen in der Werbebranche nur 21 Prozent der Führungspositionen

5. April 2017 (jvr)
Adobe Stock DeNI

Egal ob Aufstiegschancen, Einkommen oder der Bezug von Fördergeldern – Frauen haben in der Film- und Werbewirtschaft immer noch das Nachsehen gegenüber ihren männlichen Kollegen. Das ergab eine neue Studie von Filestage. 81 Prozent der Führungspositionen besetzen nach wie vor Männer. In Werbeagenturen verdienen Frauen durchschnittlich 37 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Eine neue Studie des Stuttgarter Digitalunternehmens Filestage hat die Geschlechtergerechtigkeit in 986 Werbeagenturen und 920 Filmproduktionen an sieben Kreativstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht. Nur 17 Prozent der Führungspositionen in der Filmwirtschaft werden von Frauen besetzt. Bei Werbeagenturen ist der Anteil mit 21 Prozent unwesentlich höher. „Nicht nur gefühlt muss man sich als Frau länger beweisen und härter für den nächsten Karriereschritt kämpfen“, so Bianca Schilling, Geschäftsführerin der Agentur Jäger von Röckersbühl.

„Männer werden oft mit Vorschusslorbeeren überhäuft und dadurch gleich auf ein höheres Level gestellt.“ Auch bei der Bezahlung herrscht ein großes Ungleichgewicht: Frauen in Führungspositionen verdienen in Werbeagenturen durchschnittlich 37 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Was die Einstellungschancen nach dem Studium betrifft, sind vor allem Frauen in der Filmbranche klar im Nachteil: Obwohl 42 Prozent aller Absolventen an deutschen Filmhochschulen weiblich sind, werden anschließend nur 15 Prozent der Jobs in Kino- und Filmproduktionen an Frauen vergeben. Noch deutlicher wird das genderspezifische Ungleichgewicht bei der Vergabe von Fördergeldern: 90 Prozent aller Fördermittel im Filmgeschäft fließen an Projekte, die von Männern geleitet werden.

Link zur Studie.