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OWM prognostiziert stabilen Werbemarkt

13. November 2014 (jvr)

Die werbenden Unternehmen blicken mit verhaltenem Optimismus auf 2015, die meisten erwarten eine stabile wirtschaftliche Entwicklung. Als große Herausforderung gilt die anhaltende Fragmentierung der Medienlandschaft. Das ergab eine Umfrage der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) im Vorfeld der eigenen Fachtagung in Berlin. Dort befassen sich die Werbetreibenden - ähnlich wie zeitgleich auf dem TRACKS Summit in Hamburg - mit den Chancen und Risiken der Cross- bzw. Multi-Channel-Welt.

45 Prozent rechnen mit einer Verbesserung ihrer Umsätze, knapp die Hälfte geht von gleichbleibenden Umsätzen aus. Nur elf Prozent rechnen mit sinkenden Umsätzen. Dies geht aus der aktuellen Umfrage der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) hervor, die im Oktober unter den Mitgliedsunternehmen durchgeführt wurde. Bei der Einschätzung der Ertragsentwicklung ergibt sich ein ähnliches Bild.

Tina Beuchler

"Damit sind die Prognosen nicht ganz so optimistisch wie noch vor einem Jahr", sagt Tina Beuchler, Vorsitzende der OWM. "Sie machen aber deutlich, dass die Werbung treibenden Unternehmen den Pessimismus anderer Umfrageergebnisse nicht teilen." Deutlich wird dies auch an der Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage. 82 Prozent der befragten Unternehmen sehen befriedigende Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung im nächsten Jahr (Vorjahr 66 %), von guten Aussichten gehen 16 Prozent aus (Vorjahr 29 %). Nur drei Prozent glauben an eine negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Vorjahr 5 %). "Darin zeigt sich ein verhaltener Optimismus", betont Joachim Schütz, Geschäftsführer der OWM. "Denn deutlich mehr Unternehmen rechnen mit guten als mit schlechten Aussichten. Dies war vor dem Hintergrund der jüngst veröffentlichten Konjunkturzahlen nicht unbedingt zu erwarten."

Multichannel macht alles aufwendiger

Weitere Umfrageergebnisse weisen darauf hin, wie tiefgreifend für die Werbungtreibenden die Auswirkungen dieser Entwicklung sind. Für 67 Prozent der Befragten führt die wachsende Vielfalt der Kanäle dazu, dass sich die Organisation in den Unternehmen verändern muss. 65 Prozent geben an, dass durch das Multi-Channel-Marketing die Steuerung von Agenturen erheblich aufwendiger geworden ist. Und 74 Prozent sagen: Die Multi-Channel-Welt ist für uns mit Kostensteigerungen verbunden.

Die OWM-Umfrage identifiziert noch weitere Themenkomplexe, die für die werbenden Unternehmen derzeit besonders aktuell sind. So sagen 80 Prozent die gattungsübergreifende Werbewirkungs-Plattform, die derzeit von der OWM gemeinsam mit den Mediaagenturen und den großen Medienvermarktern vorangetrieben wird, habe für ihr Unternehmen eine hohe bis sehr hohe Relevanz. 60 Prozent sind zudem der Ansicht, das Projekt sei für die Zukunft der gesamten Werbewirtschaft entscheidend. "Das zeigt, wie wichtig es ist, dass wir im Hinblick auf einheitliche Messmethoden und Mediawährungen voran kommen", so Tina Beuchler. "Andernfalls laufen wir Gefahr, dass die Medien schrittweise Konkurrenz bekommen und Etats in andere Bereiche verlagert werden."

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