Bedrock Platform will agentenbasiertes Programmatic nach Deutschland tragen
4. Mai 2026 (apr)Das britische Adtech-Unternehmen Bedrock Platform baut seine Präsenz in Europa aus und nimmt dabei auch Deutschland in den Fokus. Während eine Finanzierungsrunde weiteres Kapital für Wachstum bereitstellt, richtet sich der Blick hierzulande stärker auf den operativen Markteintritt.
Das 2024 in London gegründete Unternehmen arbeitet an einer Infrastruktur für den programmatischen Mediahandel, die auf Automatisierung und agentenbasierte Prozesse ausgelegt ist. Mit zwei ersten Mitarbeitern in Berlin und Frankfurt hat Bedrock Platform in den vergangenen Monaten eine lokale Basis geschaffen. Weitere internationale Standorte befinden sich unter anderem in Barcelona, New York und Krakau.
Bedrock Platform betreibt eine modular aufgebaute Demand-Side-Plattform (DSP), die klassische programmatische Funktionen mit KI-gestützter Kampagnensteuerung verknüpft. Ergänzt wird sie durch eine Steuerungsschicht für automatisierte Media-Workflows, die Aufgaben wie Zielgruppenauswahl, Optimierung und Reporting zunehmend eigenständig übernehmen soll. Technologisch setzt Bedrock Platform vor allem auf eine enge Verzahnung mit der Angebotsseite. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Integration des eigenen Bidders in die Cloud-Infrastruktur von Index Exchange. Mithilfe der sogenannten “Containerisation” soll die Verarbeitung von Bid Requests effizienter werden, indem Latenzen und Netzwerkkosten reduziert werden. Darüber hinaus verspricht sich das Unternehmen davon präzisere Entscheidungen im Bietprozess, weil nicht mehr nur Stichproben, sondern potenziell alle verfügbaren Impressionen bewertet werden können. Dies ist ein Vorteil, denn Deal-basierte Transaktionen gelten zwar als qualitativ hochwertig, leiden aber häufig unter technischen Einschränkungen wie Throttling oder Signalverlusten. Bedrock Platform positioniert sich hier als Anbieter, der diese Ineffizienzen auf Infrastrukturebene angehen will.
Davon hat der Mitgründer und CEO Shane Shevlin offenbar auch Investoren überzeugen können. In der jüngsten Seed-Extension-Runde unter Führung von First Party Capital und Beteiligung von Aperiam Ventures konnten nach Unternehmensangaben insgesamt rund 1,6 Millionen US-Dollar an Kapital eingesammelt werden. Das Geld soll unter anderem in die Weiterentwicklung der Plattform und den internationalen Ausbau fließen. Für den deutschen Markt bleibt das Setup zunächst schlank. Die Verantwortung liegt beim internationalen Managementteam um CEO Shevlin. Perspektivisch dürfte Deutschland jedoch eine größere Rolle spielen.
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