DATA & TARGETING

ID5 bündelt ID-Lösungen in Identitycloud

5. November 2021 (apr)
Bild: Jeremy Perkins – Unsplash

Der europäische Identity-Spezialist ID5 hat eine neue Plattform geschaffen, um seine Produkte unter einem Dach zu bündeln. Teil der Identitycloud sind die bereits bekannten Lösungen zum Cookie-Matching und zur Identifizierung von Nutzern ohne Cookies oder Mobile-IDs. Den Ausschlag für den Bau der Plattform gab jedoch der kürzlich vorgestellte geräteübergreifende ID-Graph.

Laut eigener Aussage ist der Cross-Device-ID-Graph der einzige in Europa, der DSGVO-konform arbeitet, nachdem Wettbewerber Tapad aus dem Markt ausgeschieden ist. 900 Millionen Device-IDs sollen auf dem Graphen zusammengeführt sein, der die Bereiche Desktop, Mobile und CTV (auf Haushaltsebene) abdeckt. Für Deutschland kommt der Graph auf 78 Millionen Geräte. Die Adtech-Plattform Amobee ist der erste Anwender der Technologie, weitere befinden sich in der Testphase.

Erst im März sicherte sich ID5 eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 6 Millionen US-Dollar und baute damit vor allem das Team aus, das mittlerweile auf 30 Personen angewachsen ist. Die ID-Lösungen der Briten finden sich unter anderem auf den Adtech-Plattformen Pubmatic und Adform. Deutsche Publisher wie Gutefrage greifen auf die Services zurück, um die Adressierbarkeit und Messung von digitaler Werbung zu verbessern.

Bild: ID5 Mathieu Roche, ID5

Laut Mathieu Roche, Mitbegründer und CEO von ID5, markiert der Launch von Identitycloud einen wichtigen Schritt im Wachstum des Unternehmens. Das erklärte Ziel sei es, die Identity-Krise in der digitalen Werbung zu bekämpfen, wobei drei Säulen das Fundament bilden: “Erstens glauben wir, dass Identität ein gemeinsames Gut für die Branche sein sollte und nicht ein Wettbewerbsvorteil für einige wenige dominante Akteure. Zweitens wollen wir das gesamte Ökosystem und alle identitätsbasierten Anwendungsfälle unterstützen, indem wir eine Infrastruktur aufbauen, die Optimierung und Messung sowie Profiling und Targeting ermöglicht. Schließlich sind wir davon überzeugt, dass die Einhaltung des Datenschutzes nicht verhandelbar ist und dass die Identitätsinfrastruktur der Zukunft auf der Zustimmung der Benutzer beruhen wird”, so Roche.

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