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DATA & TARGETING

Exklusiver ID-Deal zwischen Publicis und The Trade Desk

8. April 2021 (apr)
Bild: Gajus – Adobe Stock

Die Werbeholding Publicis und das Adtech-Unternehmen The Trade Desk haben einen Deal vereinbart, in dessen Zuge die ID-Lösung von Epsilon in die Demand-Side-Plattform integriert wird. So können Mediaeinkäufer künftig die Core ID der Publicis-Tochter zum Targeting bei The Trade Desk nutzen. Gleichzeitig wird die Interoperabilität zwischen der Core ID und des Open-Source-Projekts Unified ID 2.0 sichergestellt. Die Zügel der von The Trade Desk initiierten Unified ID 2.0 hat mittlerweile zwar die Non-Profit-Organisation Prebid in der Hand, dennoch freut man sich dort sicherlich über diese Unterstützung von Advertiser-Seite aus.

Für Publicis-Kunden soll der Einsatz der Core ID auf der Plattform von The Trade Desk für kanalübergreifende Kampagnen in Display, Video, Social, Connected-TV, Native und Audio möglich sein. Darüber hinaus wird die Demand-Side-Plattform (DSP) exklusiver Partner für das Targeting-Angebot von Epsilon. Das ist insofern interessant, als die Agenturgruppe die Core ID erstmals für einen Player außerhalb des Epsilon-Kosmos zur Verfügung stellt.

Publicis hatte die Marketing-Plattform Epsilon 2019 für stolze 4,4 Milliarden US-Dollar übernommen und war dabei vor allem auf die Datenexpertise der Gruppe aus. In Epsilons Core ID stecken 250 Millionen verifizierte Identitäten von Konsumenten, die jedoch insbesondere für den US-amerikanischen Markt relevant sind. Hier sind neben demografischen Informationen der Nutzer auch Daten zu ihrem Kaufverhalten (online und offline), Browsing-Aktivitäten sowie Device-Nutzung und Location-Daten verknüpft.

Die Kooperation hat jedoch auch außerhalb der USA Signalwirkung. Denn die Unified ID 2.0, die sich als universelle Branchenlösung für die Post-Cookie-Ära durchsetzen will, bekommt so Rückenwind von einem großen Mediaeinkäufer. Bislang stehen vor allem die Tech-Unternehmen aus dem programmatischen Ökosystem hinter der Lösung, die in Zukunft datenschutzkonformes Targeting ohne Third-Party-Cookies ermöglichen soll. Doch Infrastruktur allein reicht nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen. Je mehr Advertiser die Unified ID 2.0 letztlich zum Einkauf nutzen, desto mehr Gewicht wird ihr dadurch verliehen.

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