PROGRAMMATIC

Programmatic festigt sich auf deutschem Markt

23. Juni 2016 (ft)
Bild:  lmndlily - Adobe Stock

Erstmals hat die Fokusgruppe Programmatic Advertising im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. die Umsätze für Programmatic Advertising in Deutschland erhoben und veröffentlicht . Das durch Programmatic Advertising erwirtschaftete Volumen lag 2015 bei 390 Millionen Euro – das entspricht einem Anteil von 23 Prozent am Gesamtmarkt für digitale Display-Werbung (OVK-Werbestatistik). Der programmatische Handel hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Auch in 2016 sollen die Werbeausgaben um 45 Prozent wachsen.

Für die Erhebung der Programmatic-Advertising-Marktzahl haben die führenden Sell-Side-Plattformen (SSP) ihre programmatisch gehandelten Nettowerbeumsätze für digitale Display-Werbung an einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer gemeldet. Auf dieser Basis erfolgte eine Hochrechnung auf den Gesamtmarkt in Deutschland.

Verdopplung der Umsätze innerhalb von zwei Jahren

Während die Nettowerbeumsätze von Programmatic Advertising in 2014 insgesamt noch 269 Millionen Euro betrugen, waren es 2015 bereits 390 Millionen – ein Plus von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einer Wachstumsprognose von ebenfalls 45 Prozent für 2016 werden die programmatischen Umsätze laut Prognose in diesem Jahr bei 566 Millionen Euro liegen.

Bild: BVDW Werbestatistik Programmatic Advertising Auch in 2016 wird den Umsätzen im programamtischen Handel ein Wachstum von 45 Prozent prognostiziert.  » Vergrösserung

Damit verdoppeln sich die programmatischen Umsätze innerhalb von nur zwei Jahren. Lag der Anteil an der Werbestatistik für digitale Display-Werbung des Online-Vermarkterkreises (OVK) in 2014 noch bei 17 Prozent, wird dieser im laufenden Jahr fast ein Drittel (32 Prozent) betragen. 2015 waren es 23 Prozent.

Bild: Omnicon Presse

Der für 2015 ausgewiesene Anteil von 23% geht deutlich über die Prognose des IDC aus dem Jahre 2013 hinaus (17,5%), was man als Beleg für die enorme Dynamik von Programmatic Advertising werten darf.

(Sascha Jansen, Chief Digital Officer, Omnicon Media Group Germany)