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SEARCH MARKETING

Verlagsinhalte für Google-Ergebnis eher unbedeutend

9. September 2009 (rt)

The Reach Group (TRG), eine Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten Online-Marketing und Suchmaschinen-Optimierung für Web- und Newssuche, hat die Hamburger Erklärung zum Anlass genommen, um die Bedeutung der Unterzeichner (148 deutsche Verlage) für die Google Suche herauszuarbeiten, mit verblüffendem Ergebnis.

Die zentrale Frage war: Wie leer würde Google auf den ersten zehn Ergebnisseiten werden, wenn kein Objekt der 148 deutschen Verlage mehr im Index zu finden wäre? Dazu  hat TRG  alle Ergebnisse der insgesamt fast 1.000 Unterzeichner-Domains aus dem Google-Index herausgerechnet und die Ergebnisse mehrerer Millionen Google-Suchanfragen analysiert. Hierbei legt die TRG ihr besonderes Augenmerk auf die jeweils ersten Google-Ergebnisseiten der Suchanfragen.

Nur gut fünf Prozent der Top-10-Ergebnisse gehören zu den Verlags-Angeboten. Anders formuliert: 95 % aller deutschen Suchabfragen beinhalten auch jetzt schon keine Ergebnisse von Verlagsseiten auf Seite eins.

Veragsinhalte haben eine geringe Bedeutung für Google, Quelle TRG

Die wirtschaftliche Bedeutung der Verlagsinhalte für Google scheint also sehr gering. Weiterhin ernüchternd ist die Erkenntnis, dass viele der gefunden Verlags-Suchtreffer lediglich markenbezogen sind und damit ebenfalls nur eine überschaubare Monetarisierbarkeit besitzen. Die Start- und Suchergebnisseiten der für Verlage wichtigen Trafficquelle Google News (http://news.google.de) sind in Deutschland bisher sogar komplett werbefrei.

Christoph Burseg, TRG

Das Geschäftsmodell Google ist also derzeit deutlich weniger auf Verlage angewiesen, als die „Hamburger Erklärung“ suggeriert, so die Erkenntnis von TRG. „Würde sich im Vergleich zu diesen Erkenntnissen allein die starke Domain Wikipedia.org aus dem Google-Index entfernen lassen, entgingen Google und seinen Nutzern hingegen über 13 % der Suchtreffer allein auf Position eins", sagt TRG-Geschäftsführer Christoph Burseg.

Wie groß das ungenutzte Potenzial ist wird deutlich, wenn man sich nicht die Suchergebnisse, sondern den Anteil der Seiten aller Unterzeichnerdomains im Google-Index ansieht. Vier Prozent der Seiten im deutschen Google-Index gehören zu den Verlagsdomains. Das ist das 250-fache der Seiten, die Google von der deutschen Wikipedia kennt. Diese Inhalte liegen in Google jedoch abgeschlagen auf hinteren Ergebnisseiten.

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