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League-M holt MCG für Supply-Optimierung an Bord

16. Juni 2026 (apr)
Bild: Yevhen – Adobe Stock Bild: Yevhen – Adobe Stock

Inventar über mehrere Supply-Side-Plattformen (SSP) programmatisch anzubieten, ist kein Selbstgänger. Vermarkter müssen Deals bündeln, verworrene Pfade vermeiden und die Qualität des Angebots nachvollziehbar machen. Der Spezialist League-M Europe arbeitet dafür künftig mit der Media Consulting Group (MCG) zusammen. Der New Yorker Anbieter soll die programmatische Deal-Steuerung des Vermarkters unterstützen.

League-M vermarktet internationale Publisher- und Plattformangebote mit Schwerpunkten in Gaming, Entertainment und Sport. Die Inventare werden unter anderem über Video, Display, Audio und digitale Außenwerbung angeboten. MCG übernimmt in der Partnerschaft eine Supply-seitige Optimierungsrolle. Nach Angaben der Unternehmen verwaltet und optimiert MCG die Angebotsseite im Auftrag von League-M und deren Kunden. Dabei sollen passende Inventare über mehrere SSPs hinweg in Deals zusammengeführt und Supply-Pfade bereinigt werden. Genannt werden unter anderem weniger Verschwendung, weniger Dopplungen sowie die Reduktion minderwertiger, ungültiger oder unpassender Inventare.

Fokus auf private Marktplätze

Bei der Partnerschaft geht es im Kern um programmatische Deal-Setups und private Marktplätze. Die Zusammenarbeit bezieht sich nach Angaben der Unternehmen also auf PMPs sowie programmatische Ausführungen inklusive Programmatic Guaranteed. Open Auction steht demnach nicht im Mittelpunkt. MCG greift vorgelagert in den Prozess ein und soll Käufern eine bessere Sicht auf die Angebotsseite geben, die über den Blick aus der Demand-Side-Plattform (DSP) hinausgeht.

Für Agenturen und Werbetreibende soll daraus eine zusätzliche operative Ebene entstehen. MCG versteht sich in der Zusammenarbeit als „Augen und Ohren“ auf der Supply-Seite und soll Einblicke, Empfehlungen und Beratung zu Inventaren, Deal-Strukturen und Supply-Pfaden liefern. Für League-M bedeutet die Partnerschaft, dass der Vermarkter seine internationalen Publisher- und Plattformangebote mit stärker kuratiertem Programmatic Advertising verbinden kann.

US-Anbindung für internationale Kampagnen

Neben der technischen und operativen Optimierung spielt auch die internationale Aufstellung eine Rolle. League-M verweist darauf, seit der Gründung globale Publisher und Ad Networks in Zentraleuropa zu vermarkten. Durch die Partnerschaft mit MCG erhält der Vermarkter nun einen Ansprechpartner in den USA. Umgekehrt bekommt MCG Zugang zu den Kunden, Agenturpartnern und Budgets von League-M Europe. Globale Kampagnen sollen dadurch einfacher über die Reichweiten beider Unternehmen geplant, gebucht und ausgeliefert werden können.

Die Zusammenarbeit soll bereits angelaufen sein. Die neuen Partner verweisen auf Live-Deals und Kampagnen auf der eigenen Monetarisierungsplattform, die über mehrere SSPs laufen und aktiv optimiert werden. Für den Markt zeigt diese Kooperation vor allem, wie viel operative Arbeit hinter programmatischer Vermarktung steckt. Zugang zu Inventar allein reicht in komplexen Deal-Setups nicht aus. Intransparente Supply-Pfade, doppelte Inventare und mangelnde Einsicht für Agenturen in die Angebotsseite sind K.-o.-Kriterien.

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