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ANALYTICS

Tracking zwischen Cookieless und Consent-Optimierung

16. November 2021 (apr)
Bild: Felipe Correia – Unsplash

Die Flut an Consent-Bannern im Netz führt heute häufig dazu, dass Nutzer Websites direkt wieder verlassen. Denn nahezu jeder Seitenbetreiber möchte die Bewegungen seiner Besucher tracken und benötigt dazu die Einwilligung der User. Die hohen Absprungraten bei der Consent-Einholung verhindern die Monetarisierung der Besucher, sei es anhand von Werbung oder diverser Conversions, auf die abgezielt wird. Der Schweizer Martech-Anbieter Fusedeck glaubt eine Lösung dafür gefunden zu haben.

Bild: Fusedeck Markus Forster, Fusedeck

“Mit unserem Late-Consent-Ansatz lösen wir ein echtes Branchen-Problem”, meint Markus Forster, Deutschland-Chef von Fusedeck. “Derzeit stehen viele Website-Betreiber vor einem Dilemma: Entweder tracken sie personenbezogene Daten, verlieren jedoch durch den Einsatz von Consent-Bannern wertvolle Nutzer. Oder aber sie verzichten auf personenbezogene Daten und damit auch auf die Möglichkeit der Wiedererkennung beispielsweise für Retargeting.” Late Consent soll hier Abhilfe schaffen.

Dieser Tracking-Ansatz ist zweistufig und startet mit einem cookielosen Session Tracking. Das Tool weist der Session eine eindeutige, serverseitige ID zu und kommt ohne personenbezogene Daten aus. Somit benötigt der Seitenbetreiber keine Nutzereinwilligung und muss also auch keinen Consent-Banner schalten. In dieser Phase analysiert das Tool die Aktionen des Users auf der Website und bringt den Consent-Banner erst ins Spiel, wenn der Nutzer durch Engagement tatsächliches Interesse an den Inhalten des Seitenbetreibers signalisiert. Das können Signale wie eine lange Verweildauer, Scroll-Tiefe oder weitergehende Klicks sein. Da sich der Besucher an der Stelle bereits mit den Inhalten der Seite auseinandergesetzt hat – und weiß, was ihn erwartet –, ist die Bereitschaft, den Consent zum Tracking zu geben, höher. Eine Kontext-bezogene Ansprache steigert die Zustimmungsraten zusätzlich. Im Endeffekt sinkt die Absprungrate und steigt die Consent-Rate.

Mit der Nutzereinwilligung darf dann auch das User Tracking starten. Statt der reinen Session bewegen wir uns nun auf der User-Ebene, die Wiedererkennung und damit unter anderem Marketingmaßnahmen wie Retargeting ermöglicht. Wird keine Einwilligung gegeben, bleiben verwertbare Daten auf Session-Ebene. Markus Forster von Fusedeck ist sich sicher: “Wir schaffen den Spagat zwischen dem DSGVO-konformen Tracking ohne Consent und personenbezogenen Marketing – und arbeiten zudem nutzerfreundlicher!”.

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