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Sparmaßnahmen für Omnicom in der Corona-Krise

20. April 2020 (apr)

Die Einsparungen von Werbegeldern während der Corona-Krise machen sich zunehmend in der Agenturwelt bemerkbar. Mit Omnicom legt die nächste große Werbeholding einen Plan für Verschlankung vor. John Wren, CEO der Omnicom Group, erläutert in einer umfassenden Mitteilung an die Mitarbeiter, welche Maßnahmen bereits getroffen wurden und was noch in Planung ist. Demnach muss leider auch mit Entlassungen gerechnet werden.

“Seit meiner letzten Mitteilung an Sie haben wir einige interne Maßnahmen festgelegt, um unser Business an die sich ändernden Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen. Bedauerlicherweise umfasst dies Beurlaubung und Stellenabbau in vielen unserer Agenturen. Wir tun alles, um den Stellenabbau zu begrenzen und uns um die Betroffenen zu kümmern”, erklärt Wren in dem Schreiben, das dem US-amerikanischen Branchenmedium Advertising Age vorliegt. Der CEO betont jedoch, dass man zunächst versucht mit Beurlaubungen zu arbeiten. Auch die Verlagerung von Personal in andere, wachsende Bereiche der Holding ist eine Methode, um Stellen zu erhalten.

Außerdem stehen Lohnkürzungen auf dem Programm – so streicht der Holding-Chef sein eigenes Gehalt bis September komplett und reduziert die der Agenturnetzwerk-CEOs um 30 Prozent. Neues Personal wird bis auf wenige Ausnahmen derzeit nicht mehr eingestellt und die Arbeit mit Freelancern beschränkt sich auf ein Minimum. Omnicom wird darüber hinaus keine Gelder für Kreativwettbewerbe oder sonstige Branchenevents bereitstellen und das Aktienrückkaufprogramm ist ebenfalls gestoppt. Neben den internen Maßnahmen prüft die Holding weltweit, ob staatliche Förderungen infrage kommen.

Die Holding hat auch hierzulande einen starken Fußabdruck, eine offizielle Mitteilung aus Deutschland liegt jedoch noch nicht vor. Unter dem Dach von Omnicom versammeln sich Marken wie BBDO, DDB, OMD und PHD. Neben Omnicom verkündeten bereits WPP, Publicis und Dentsu Aegis ihre Sparmaßnahmen. Havas und IPG stehen derweil noch aus.

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