Adzine Top-Stories per Newsletter
ONLINE MEDIA

WPP setzt in der Corona-Krise den Rotstift an

1. April 2020 (ft)
Bild: WPP Presse

Agenturen sehen sich aufgrund der aktuellen Marktentwicklung schweren Zeiten gegenüber. Bei WPP, einem der größten Agenturnetzwerke weltweit, bereitet man sich mit extremen Sparmaßnahmen auf den zurückgehenden Ad Spend der Kunden vor. Darunter fallen Beschlüsse wie ein Einstellungsstopp und gekürzte Management-Gehälter.

Von den Sparmaßnahmen sind nicht nur potenzielle Bewerber betroffen. Neben einem Einstellungsstopp wolle man auch die Ausgaben für Freelancer überprüfen, sowie Reisekosten und Ausgaben für Award Shows einsparen. Zudem werden Gehaltserhöhungen für 2020 fürs Erste verschoben. Auch die Führungsetage bekommt die Einschnitte zu spüren – für vorerst drei Monate kürzt WPP die Gehälter des Führungsgremiums sowie des Vorstands um 20 Prozent. Mit diesen Maßnahmen will die Holding bis zu 900 Millionen Euro einsparen.

Bereits in den vergangenen Monaten hat unter CEO Mark Read eine Umstrukturierung des Werbenetzwerks stattgefunden, im Zuge dessen WPP 60 Prozent der Anteile des Marktforschungsunternehmens Kantar an den Investor Bain Capital abgestoßen hat. Die Erlöse daraus sollten eigentlich dem Rückkauf von WPP-Aktien dienen, allerdings wurde das Rückkaufprogramm vorerst ausgesetzt. Seit Dezember 2019 war rund ein Drittel der geplanten Rückkäufe im Rahmen des Programms erfolgt.

Die Gruppe beendete das Jahr 2019 mit einem Umsatz von 14,7 Milliarden Euro und verfügte Ende des vergangenen Jahres über 3,4 Milliarden Euro in Cash sowie zusätzlicher Liquidität. Durch die Sparmaßnahmen und Streamlining-Prozesse sieht WPP-CEO Read das Unternehmen für die kommende Zeit gut aufgestellt:

“The actions we have taken in the last 18 months to streamline and simplify WPP, together with raising £3.2 billion in asset disposals, have put WPP in a strong financial position. It is clear that the companies in the strongest financial position will be best placed to protect their people, serve their clients and benefit their shareholders during a period of great uncertainty, which is why we are taking the steps we are outlining today.”

EVENT-TIPP ADZINE Live - Data-driven Marketing jetzt zukunftsfähig machen - Consent für Personalisierung und Reichweite. am 24. November 2020, 11:00 - 12:30 Uhr

Die aktive, explizite Einwilligung der Nutzer ist seit DSGVO und der kommenden e- Privacy-Direktive die Einstiegshürde für datenbasiertes Marketing. Personenbezogene Daten dürfen nur noch mit ausdrücklicher Einwilligung der Nutzer gespeichert und verarbeitet werden. Die aktuelle Herausforderung liegt darin, die Errungenschaften des datenbasierten Marketings zu bewahren, bei gleichzeitigem gesetzeskonformen und respektvollem Umgang mit den Rechten und Anliegen der Konsumenten. Diese Herausforderung wächst auch technologisch mit dem Ende der Third-Party Cookies. Jetzt anmelden!