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Globale Mediennutzung: Online überholt TV

4. Mai 2018 (ft)
Bild: Frank - okay

Bereits Anfang des Jahres prognostizierte die Agenturholding Dentsu Aegis, dass die Ad Spendings im Digitalbereich das klassische Fernsehen übertreffen werden. Zu Recht, denn wie der aktuelle „State of Digital“ Report der WPP-Tochter GroupM zeigt, verschiebt sich der globale Medienkonsum ebenfalls mehr zugunsten der digitalen Kanäle.

In ihrem aktuellen Report präsentiert die GroupM die aktuellen Zahlen zum globalen Medienkonsum. Demzufolge werden 2018 die Konsumenten durchschnittlich 9,73 Stunden pro Tag mit der Nutzung von Medien verbringen – ein leichter Anstieg gegenüber 2017 (9,68 Stunden pro Tag). In Deutschland liegt dieser Wert mit 10,67 Stunden pro Tag sogar noch darüber.

Weltweit soll die Nutzung digitaler Medien 38 Prozent dieser Zeit beanspruchen. Auf das lineare Fenrsehen entfallen derweil nur 37 Prozent. Dahinter folgen Radio (18 Prozent) und Print (7 Prozent). In Deutschland bleibt jedoch das lineare TV auch weiterhin der beliebteste Zeitvertreib der Nutzer. Hierzulande nehmen die Online-Medien lediglich 27 Prozent der Mediennutzungszeit in Anspruch, noch hinter dem linearen Fernsehen (34 Prozent) und Radio (28 Prozent), jedoch vor Print (10 Prozent).

Der Trend der letzten drei Jahre zeigt jedoch, dass auch in Deutschland in den kommenden Jahren ein Wechsel bevorsteht. Seit 2015 ist der TV-Anteil an der Mediennutzungszeit von 40 auf 34 Prozent gesunken, während Online um sechs Prozentpunkte von 21 auf 27 Prozent gestiegen ist. Auch die Nutzungszeiten von Radio-Angeboten hat seit 2015 abgenommen (-5 Prozent).

E-Commerce global weiter im Aufwind

Der wachsende Nutzungsanteil für Online-Medien stärkt weltweit die Entwicklung des E-Commerce. Basierend auf den Daten aus insgesamt 35 Ländern weist der GroupM-Report für 2017 mit übergreifenden E-Commerce-Transaktionen im Wert von 2,105 Billionen US-Dollar ein Wachstum von 17 Prozent im Vergleich zu 2016 aus.

Für 2018 prognostiziert GroupM ein Wachstum um 15 Prozent auf 2,442 Billionen US-Dollar. Das entspricht rund 10 Prozent des gesamten globalen Einzelhandels. Für Deutschland wird eine Steigerung des E-Commerce um 10 Prozent erwartet.