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Adfraud bleibt ein Dauerbrenner der Branche

2. Mai 2016 (ft)

Das digitale Werbegeschäft hat weiterhin mit betrügerischen Werbeanzeigen, dem Adfraud, zu kämpfen. 2016 sollen sich die durch den Anzeigenbetrug verursachten Schäden auf bis zu 7,2 Milliarden US-Dollar belaufen. Laut Quality Media Report von Integral Ad Science stecken in Deutschland hinter 7,9% der Anzeigen betrügerische Absichten. Auf verschiedenen Wegen versuchen Betrüger durch falsche Ad Impressions oder eigene Betrugsseiten Geld zu machen. DataXu, der Anbieter einer Programmatic Marketing Plattform (DSP und DMP) macht folgende Vorhersagen, worauf sich Werbetreibende des internationalen Marktes in diesem Jahr weiterhin einstellen müssen.

Mobile rückt in den Fokus der Betrüger

Die zunehmende Attraktivität für mobile Werbemittel geht auch an Betrügern nicht vorbei. Dadurch, dass Mobile immer mehr in den Fokus der Werbetreibenden gerät, sollen auch die Raten für Adfraud auf Mobile in diesem Jahr weiter steigen. Am attraktivsten auf dem deutschen Markt sind jedoch mit Abstand weiterhin die Video-Ads.

Mediaeinkäufer werden aufmerksamer

Gerade Werbetreibende und Mediaeinkäufer werden für das Thema Qualität weiter sensibilisiert. Mediaeinkäufer werden ihren Fokus auf Publisher erweitern, die ihr Inventar durch bestimmte Techniken verwässern.Dazu zählen unter anderem schnelle Refresh-Raten, durch die ein Werbemittel nach einigen wenigen Sekunden durch ein anderes ersetzt wird. Ebenfalls bußt das Inventar für Werbetreibende an Attraktivität ein, wenn Bewegtbildwerbung Below-the-Fold, also unterhalb des sichtbaren Bereichs, automatisch startet und nicht erst dann, wenn der User dorthin scrollt.

Kontrollinstanzen nehmen weiter zu

Inzwischen sind die meisten Marktteilnehmer von Betrug betroffen, doch dies hat laut Mike Baker, CEO und Mitgründer von DataXu, auch eine positive Entwicklung zur Folge: „Diese Herausforderungen sorgen tatsächlich für mehr Zusammenhalt in der Branche. So steht das Interactive Advertising Bureau (IAB) hinter der Brancheninitiative TAG Registry und arbeitet weiter an der Entwicklung eines Systems zur klaren Identifizierung von Zahlungsempfängern. Plattformen wie Yahoo!, OpenX and LiveRail versuchen aktiv, Betrug zu bekämpfen. [...]“

In der TAG Registry können sich seriöse Werbetreibende und Publisher registrieren und das Payment ID-System zur Zahlung nutzen. Zur Zahlung der Werbemittel werden die Payment IDs mit der ID der Transaktionsteilnehmer im TAG-Registers verglichen, um so zu verhindern, dass Zahlungen an Betrüger gehen. Zudem werden immer mehr DSPs eigene Fraud-Garantien erstellen.

Über die verschiedenen Formen von Adfraud lesen Sie hier mehr.