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Video-SEO: Tipps für Online-Händler

16. Januar 2013 (stg)

Video ist einer der am schnellsten wachsenden Bereiche des digitalen Contents: Doch wie können Videos für Suchmaschinen optimiert werden? Die Online-Marketing Agentur Soquero hat dazu Tipps veröffentlicht mit dessen Hilfe zum Beispiel Online-Händler das Ranking ihrer Videos in den Suchmaschinen verbessern können.

Bei Suchanfragen listet Google immer öfter passende Clips von seinem Video-Portal YouTube. Händler können von diesem Trend profitieren und neue Kunden in Shops locken, wenn sie Produktvideos bei YouTube platzieren. Doch immer wieder investieren Shopbetreiber viel Zeit und Mühe in Produktvideos, die anschließend kaum geklickt werden. Wer jedoch seine Videos für Google und YouTube optimiert, kann schnell die Zugriffszahlen steigern.

Worauf kommt es bei der Erstellung von Videos an? Wie setzt man ein Video verkaufsfördernd ein und vernetzt es sinnvoll auf der Video-Plattform? Wie verbreitet sich das Video optimal nach der Veröffentlichung und welche nicht direkt beeinflussbaren Faktoren spielen eine Rolle für ein gutes Ranking? Wie lassen sich Videos auch außerhalb der Videoportale verbreiten? Antworten auf diese Fragen hat die Online Marketing Agentur Soquero zusammengestellt und veröffentlicht heute ausführliche Tipps zum Thema Video-SEO.

Teil 1: Worauf es bei der Erstellung von Videos ankommt

Tipp 1: Video-Dateiname kurz und prägnant

Beispiele für Dateinamen:

    * Vid3.mp4 -> kein beschreibender, kryptischer Dateiname; nicht optimal

    * Iphone5-test.mp4 -> kurzer, beschreibender Dateiname; optimal

    * Iphone5-test-iphone5-review-i-phone-5-review-apply-buy-online-cheap.mp4
        -> Keyword-Spamming; nicht optimal

Tipp 2: Keyword im Video-Title
Der Video-Titel ist analog zum Website-Titel eines der wichtigsten Ranking-Kriterien für YouTube-Videos. Der Videotitel sollte den Inhalt des Videos möglichst prägnant treffen, denn er spielt für die spätere (automatische, YouTube-generierte) Verknüpfung des Videos eine große Rolle. Sinnvoll ist die Übereinstimmung oder Ähnlichkeit von Dateiname und Video-Title, da diese beiden Faktoren am stärksten in die Bewertung einfließen und zusammen am meisten Power für die Bewertung haben.

Tipp 3: Beschreibung des Videos im Gesamtkontext
In der Beschreibung sollte man das Video möglichst prägnant und interessant beschreiben. Auch die Intention des Videos ist oft eine hilfreiche Information. Häufig möchte man ein Video in einem bestimmten Kontext sehen. Insgesamt sollte man den Beschreibungstext genauso optimieren, wie man es von Webseiten kennt.

Tipp 4: Verlinkung zu relevanten Websites
Es ist gestattet und sogar von YouTube und Google ausdrücklich erwünscht, in den Beschreibungstext Links zu Websites einzubauen. Auch wenn diese Links (natürlich) alle mit dem „nofollow“‐Tag versehen sind, bietet der Linkeinbau eine Menge Möglichkeiten. Diese Links sollten ganz am Anfang platziert werden, damit sie auch bei jedem Aufrufen des Videos sofort und nicht erst nach Klicken auf den „more“‐Button sichtbar sind.

Tipp 5: Einbindung von Tags
Obwohl die Tags (Schlagworte) bei der Google‐Suche keine Rolle spielen, können sie das YouTube-interne Ranking maßgeblich verbessern. Mit den Tags bindet man das Video in einen Kontext, der durch die Begriffe definiert wird. Für die Auflistung der „ähnlichen Videos“ in der rechten Spalte sind die Tags relevant. Wichtige Keywords sollten also unbedingt auch als Tags genutzt werden.

Tipp 6: Standbild animiert zum Anklicken
Das Standbild ist nur indirekt ein Rankingkriterium. Ist das Standbild gut gewählt, kombiniert mit einem ansprechenden Video‐Title und einer prägnanten Beschreibung, so wird es öfter geklickt.

Teil 2: Vernetzung in der Video‐Community

Hinter Videoportalen, wie YouTube stehen meist große Communities. Dementsprechend sind soziale Faktoren sehr wichtig für das Ranking und auch für die Google‐Suche. Ein Video kann sehr gut aufbereitet sein und dennoch bei der Masse an täglich eingestellten Videos einfach untergehen.

Tipp1: Kontakte knüpfen
Neue Videos werden automatisch in aktuelle Bestenlisten (z.B. “Neu hinzugefügt”, “Meist gesehen heute”, “Beste Bewertung diese Woche”, “Meiste Kommentare diesen Monat”) integriert. Es macht Sinn, sich am Anfang besonders zu engagieren, da man diesen Listen in der Regel viele Besucher abgewinnen kann. Der Aufbau eines Netzes aus Freunden und Abonnenten erfordert jedoch zunächst einmal etwas mehr Aufwand. Wer Freunde sucht, bekommt auch welche. Wer freundlich ist, bekommt noch mehr. Wer Kontakt zu anderen sucht (z.B. durch Abonnieren eines Kanals), der wird selbst auch leichter abonniert.

Bei jedem Kommentar, der zu einem anderen Video abgegeben wird, wird über den verwendeten Benutzernamen auch der eigene Kanal verlinkt. Selbstverständlich können auch andere Kanäle kommentiert werden. Auch das bringt unter Umständen wiederum eine Reihe interessierter Besucher auf die eigene Seite.

Tipp 2: Promotion für Video‐Aufrufe (Views)
Gerade  nach Veröffentlichung eines Videos ist ein besonderes Engagement und gezielte Promotion wichtig. Hier können alle Register der Öffentlichkeitsarbeit gezogen werden: Pressemeldungen, News‐Meldungen auf der eigenen Website und dem eigenen Blog, Verteilung über soziale Kanäle, Email‐Newsletter etc. Zusätzlich können thematisch passende Kanäle in den Video‐Communities oder Social Media Gruppen angesprochen werden, um das Interesse des Videos für die Gruppe abzufragen.

Tipp 3: „Mag Ich“ Rating verknüpfen
Videos mit einem guten Rating (positives Verhältnis von „Mag ich“ vs. „Mag ich nicht“) besser gelistet. Wer bereits über viele Freunde und Abonnenten verfügt, kann über das eigene soziale Netzwerk seine Videos promoten. Wer noch am Anfang steht, kann aktiv werden und andere Videos „liken“ und kommentieren oder, wenn es passt, gar das eigene Video als Antwort posten.

Tipp 4: Kommentare zulassen
Eine hohe Anzahl an Kommentaren weist auf interessante Inhalte hin. Zudem sind Kommentare eine Möglichkeit des interaktiven Austausches im Internet. Die Kommentarfunktion sollte daher aktiv genutzt werden.

Tipp 5: Viele Shares und Playlist Additions erzielen
„Playlist Additions“ steht dafür, wie oft ein Video in Playlists von Usern hinzugefügt wurde. „Shares“ sind Weiterverbreitungen von Videos über die Versendung von Video‐Links, iFrame‐Einbettung in anderen Webseiten, Verbreitung per Email oder über soziale Medien wie Facebook, Twitter, Digg, del.icio.us und anderen. Im Idealfall kann über die eigenen sozialen Kanäle auf neue Videos hingewiesen werden. Bei thematisch relevanten Gruppen aktiv werden und Videos dort platzieren. Es ist jedoch wichtig dabei nicht negativ als Spammer aufzufallen.

Tipp 6: Flagging (unangemessene Videos) vermeiden
Die User haben die Möglichkeit, Videos als unangemessen zu kennzeichnen. Eine hohe Anzahl an negativen Bewertungen hat einen negativen Impact auf das Video und dessen Ranking. Videos sollten daher eine bestimmte Zielgruppe von vornherein positiv ansprechen und entsprechend so gestaltet sein, dass es keine Angriffsfläche für negative Interpretationen bietet.

Teil 3: Auf die Verlinkung kommt es an

Tipp 1: Videos auf externen Webseiten einbinden
Dies ist entweder per Link oder per iframe möglich. Die Videos sind zudem in verschiedenen Größen verfügbar. Darüber hinaus können HD‐Qualität und ähnliche Videos als zusätzliche Optionen angegeben werden. Wenn nur ein bestimmter Ausschnitt gezeigt werden soll, kann das Video erst ab einem bestimmten Zeitpunkt abgespielt werden. Je öfter ein Video auf Webseiten eingebettet ist, desto höher die Reputation des Videos und damit das Ranking.

Der einfachste Weg ist sicherlich, das Video auf der eigenen Website einzubinden. Dafür gibt es den Button „Teilen“. Klickt man diesen an, öffnet sich ein Fenster mit einem Link zum Einbetten. Klickt man auf den jetzt erschienenen Button „Einbetten“, erhält man einen Codeschnipsel zur Erstellung eines iFrames. Kopiert man diesen Code und setzt ihn in den Quellcode der eigenen HTML‐Seite, so erscheint dort das YouTube‐Video.
  
Tipp 2: Soziale Netzwerke nutzen
Videos, die häufig auf sozialen Netzwerken eingebunden werden, bekommen durch die sozialen Netzwerke zusätzliche Video‐Aufrufe, das Video wird über diese Kanäle schneller verbreitet. Die zusätzliche Anzahl an Video‐Aufrufen wirkt sich wiederum positiv auf das Ranking aus. Vor allem User bei Facebook und Twitter haben eine hohe Affinität zu Videos. Sie bewerten nicht nur fleißig, sondern agieren ebenso als wichtige Multiplikatoren.

Tipp 3: Externe Links
Neben der Einbettung der Videos auf anderen Webseiten ist zudem eine direkte Verlinkung der Videos auf YouTube förderlich für das Ranking. Je mehr externe Links ein Video erzeugt, umso besser wird das Video bei YouTube und auch in den Google Suchergebnissen gelistet.

Quelle: Soquero