DAZN

 - Sport Media & Streaming-Plattform

DAZN ist eine globale Sport-Streaming-Plattform und vermarktet Video- und Sponsoring-Werbung rund um Live-Sport und On-Demand-Inhalte. Das Werbeangebot reicht von klassischen Video-Spots über integrierte Markenformate bis zu digitalen Platzierungen und umfasst das eigene Streaming-Angebot, lineare DAZN-Sender, FAST-Channels, YouTube, Kicker und die gewerbliche Distribution in Gastronomie und Hotellerie.

Produktangebot

DAZN vermarktet digitale Video-Werbung rund um sein Sportangebot über Connected TV, Web und Apps. Hinzu kommen die linearen Sender DAZN1 und DAZN2 sowie die B2B-Distribution in Bars, Restaurants und Hotels. Werbetreibende können damit sowohl klassische Werbeplätze innerhalb von Sportübertragungen als auch stärker in das Programm integrierte Markenformate buchen.

Ad Breaks sind klassische Werbeblöcke während einer Live-Übertragung. Pro Spiel sind bis zu vier Unterbrechungen mit jeweils rund 180 Sekunden Werbezeit vorgesehen. Ergänzend werden Pre-Rolls mit einer Länge von bis zu 20 Sekunden vor Live-Streams oder On-Demand-Videos ausgespielt.

Mit Premium Spots bietet DAZN einzelne Video-Spots in prominenten Positionen unmittelbar vor der ersten oder zweiten Halbzeit eines Spiels. Beim Platinum Brand Moment wird ein 60 bis 120 Sekunden langer Markenfilm innerhalb der Halbzeitpause von einem DAZN-Talent anmoderiert.

Über Live Game und Format Presenting können Marken komplette Übertragungen oder Formate begleiten. Solche Partnerschaften lassen sich um Product Placements und weitere Integrationen innerhalb der Sendung erweitern.

Werbung kann zudem während des laufenden Spiels eingeblendet werden. Der Native L-Frame legt dafür für zehn Sekunden eine animierte L-förmige Werbefläche über das Live-Bild. Der Conference Split nutzt die Umschaltmomente zwischen zwei Spielen innerhalb von Bundesliga- oder Champions-League-Konferenzen für ein vollflächiges Markenformat.

Außerhalb des eigentlichen Videostreams bietet DAZN weitere digitale Werbeflächen. Die Sponsored Rail ist eine dauerhaft sichtbare Markenplatzierung in Form einer Content-Leiste auf der DAZN-Startseite. Im wöchentlichen Podcast „Kicker meets DAZN“ können Marken über Presentings, native Audio-Integrationen, Audio-Spots und Pre-Rolls eingebunden werden.

Für größere Kampagnen bündelt DAZN unterschiedliche Inventarquellen. Zum Cross-Platform-Inventory gehören neben dem eigenen OTT-Angebot unter anderem YouTube, Kicker sowie FAST-Channels auf Pluto TV und Samsung TV Plus. Dadurch können Kampagnen über mehrere Sport- und Videoangebote hinweg ausgespielt werden.

Zur technischen Kampagnensteuerung gehören Identifier-Integrationen und ein Cross-Platform-Frequency-Capping. DAZN arbeitet dabei unter anderem mit LiveRamp Ramp-ID, einer Lösung von The Trade Desk und Utiq. Für die Messung nutzt das Unternehmen unter anderem AudienceProject zur publisherübergreifenden Reichweitenmessung sowie den Data Clean Room von Decentriq für Vergleiche zwischen TV- und Streaming-Nutzung.

Das ursprüngliche Kernprodukt von DAZN bleibt das 2016 gestartete Live-Sport-Streaming-Abonnement. Im heutigen Geschäft verteilt das Unternehmen seine Inhalte darüber hinaus über lineare Sender, gewerbliche Einrichtungen, FAST-Channels, Social-Media-Plattformen und Podcasts.

USP

DAZN verbindet exklusive Sportrechte wie Bundesliga und Champions League mit einem eigenen digitalen Werbeökosystem über Streaming, lineares Fernsehen und weitere Plattformen. Werbetreibende können klassische Video-Spots, programmatisch steuerbare Werbung und direkt in Live-Sport integrierte Markenformate innerhalb desselben Angebots einsetzen. Identifier, kanalübergreifendes Frequency-Capping und verschiedene Messpartner ergänzen die Vermarktung um datenbasierte Steuerung und Reichweitenmessung.

Historie

DAZN wurde 2016 in London von der Perform Group gegründet und startete im August desselben Jahres in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ausgangspunkt war ein flexibles Streaming-Abonnement für Live-Sport als digitale Alternative zu klassischen Pay-TV-Angeboten.

Ab der Saison 2018/19 baute DAZN sein Fußballangebot durch Champions-League-Rechte aus. 2019 kamen die ersten exklusiven Bundesliga-Live-Rechte hinzu. Mit weiteren Rechtepaketen entwickelte sich DAZN ab der Saison 2021/22 zu einem der zentralen Anbieter für Bundesliga und Champions League in Deutschland. Bereits im November 2020 hatte das Unternehmen mit DAZN1 und DAZN2 zusätzlich zwei lineare TV-Sender gestartet.

Parallel entstanden weitere Distributionsmodelle. Seit 2022 betreibt DAZN kostenlose FAST-Channels, 2023 kam der NFL Game Pass im Rahmen einer globalen Partnerschaft hinzu. Anfang 2024 startete ein kostenloses Freemium-Angebot für registrierte Nutzer. Im selben Jahr übernahm DAZN die Werbevermarktung von Kicker und führte eine unabhängige Reichweitenmessung über die AGF ein.

2025 und 2026 wurde das internationale Sportrechte-Portfolio weiter ausgebaut. Dazu gehören unter anderem die FIFA Club World Cup 2025, NHL.TV, zusätzliche UEFA-Rechte, CAF-Wettbewerbe und exklusive LALIGA-Rechte in der Schweiz. Im August 2026 feierte DAZN zehn Jahre Geschäftstätigkeit in der DACH-Region.

Haupteigentümer und Mehrheitsgesellschafter der DAZN Group ist die US-Investmentgruppe Access Industries. Daneben bestehen weitere Minderheitsbeteiligungen an der Gesellschaft.

Märkte und Kundenstruktur

DAZN ist in mehr als 200 Ländern und Regionen verfügbar und konzentriert sich auf 14 Hauptmärkte. Dazu gehören Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Belgien und Portugal sowie Japan, Taiwan, Australien, die USA und Kanada.

Der globale Hauptsitz befindet sich in London. Weitere wichtige Standorte sind unter anderem Leeds, München, Madrid, Mailand, Tokio, New York, Toronto, Sydney und Hyderabad. Technologie- und Produktentwicklung findet unter anderem in Leeds und Hyderabad statt.

In Deutschland ist DAZN seit dem Markteintritt 2016 mit einer Niederlassung in München vertreten. Rund 200 Mitarbeitende arbeiten in Deutschland, weltweit beschäftigt das Unternehmen etwa 2.500 Personen.

Die größte Kundengruppe bilden Privatkunden, die Sportinhalte über Abonnements, Pay-per-View-Angebote oder kostenfrei nutzen. Mit DAZN for Business bedient das Unternehmen zusätzlich gewerbliche Kunden wie Sportbars, Hotels und Wettbüros.

Für Distribution und Vermarktung arbeitet DAZN mit Telekommunikationsunternehmen, Streaming-Plattformen, Werbetreibenden, Sponsoren und Medienunternehmen zusammen. Zu den Distributionspartnern in Deutschland zählen Deutsche Telekom, Amazon Prime und Sky Deutschland. Auf Rechte- und Content-Seite arbeitet DAZN unter anderem mit UEFA, Bundesliga, LALIGA, Serie A und NFL.

Das Werbegeschäft richtet sich an Marken, Agenturen und Media-Buyer, die Kampagnen im Umfeld von Live-Sport umsetzen. Zusätzlich bindet DAZN Inventar externer Publisher und Plattformpartner wie Kicker sowie FAST-Channels in die Vermarktung ein.

Das Management in Deutschland

Bild: DAZN Alice Mascia, DAZN

Alice Mascia leitet seit 2022 das Geschäft von DAZN in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in Medien, Streaming, Produktentwicklung, Marketing und Unternehmensstrategie.

Vor ihrem Wechsel zu DAZN war Mascia unter anderem Chief Product & Strategy Officer bei der Foxtel Group sowie Executive Vice President Products & Marketing bei Sky Deutschland.

Ausblick

DAZN baut seine Plattform über zusätzliche Werbeformate, neue Nutzungssituationen und eine stärker datenbasierte Kampagnensteuerung aus. Zu den neuen Formaten gehören Pause Ads, die beim Pausieren eines Streams eingeblendet werden, sowie Stories, ein vertikales Kurzvideoformat innerhalb der DAZN-App. Mit der Fanzone integriert DAZN zudem einen Bereich, in dem Fans während einer Live-Übertragung miteinander kommunizieren können.

Parallel wird die Mess- und Targeting-Infrastruktur erweitert. Publisherübergreifende Reichweitenmessung, Data-Clean-Room-Anwendungen und zusätzliche Identifier sollen die Steuerung über unterschiedliche Plattformen hinweg verbessern. Wachstum sieht DAZN außerdem bei Connected Streaming und Freemium-Angeboten, im weiteren Ausbau des Werbegeschäfts sowie in angrenzenden Bereichen wie Sportwetten, Gaming und E-Commerce.

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