Die Hamburger Morgenpost integriert eine generative KI-Suche direkt in ihr digitales Nachrichtenangebot. Dafür setzt die "MOPO" auf „Deeper Dive“ von Taboola. Nach Angaben des Adtech-Anbieters ist sie der erste Publisher im DACH-Raum, der die Lösung einsetzt. Die KI-Suche erscheint sowohl auf der Startseite als auch auf den Artikelseiten und wird mit weiteren Monetarisierungslösungen verbunden.
Mit Deeper Dive können Nutzer:innen Fragen zu Themen stellen und sich durch Folgefragen weiter durch die Inhalte des Publishers bewegen. Die generierten Antworten basieren auf den redaktionellen Inhalten des jeweiligen Medienangebots und verweisen auf weiterführende Artikel. Damit sollen Recherche und Nutzung stärker auf der Publisher-Seite verbleiben, anstatt in andere KI-Assistenten abzuwandern.
Taboola hatte die Gen-AI-Suchmaschine bereits 2025 vorgestellt. Im Sommer öffnete der Anbieter darüber hinaus die dahinterliegende Werbeinfrastruktur für externe KI-Assistenten und Chatbots. Die Integration bei der MOPO bringt den Ansatz nun erstmals in ein deutschsprachiges Publisher-Angebot.
MOPO stellt ihre digitale Vermarktung neu auf
Die Hamburger Morgenpost arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit Taboola zusammen. Die MOPO nutzt Taboolas Werkzeuge zur Audience-Entwicklung und setzt neben Deeper Dive auch den klassischen Feed und weitere Monetarisierungsangebote ein.
Das Medienhaus krempelt seine digitale Werbevermarktung derzeit grundsätzlich auf links. Erst im September hatte die MOPO angekündigt, Programmatic Display von seiner Website zu nehmen und das Vermarktungssetup neu aufzustellen. Mit der KI-Suche ergänzt der Publisher sein Angebot nun um eine weitere Möglichkeit, die Vermarktung innerhalb der eigenen Website zu stärken.