Die Telekom-Tochter und Daten-Spezialistin Emetriq holt die Utiq ID in ihr Targeting-Universum. Die Aktivierung erfolgt über kuratierte Deals in der Supply-Side-Plattform (SSP) des Adtech-Unternehmens Equativ und soll Werbetreibenden ermöglichen, Zielgruppen auch in cookielosen Umfeldern wie Safari oder Firefox anzusprechen.
Das Telko-Joint-Venture Utiq positioniert sich als Anbieter einer skalierbaren, datenschutzfreundlichen Werbeinfrastruktur, die auf der Einwilligung der Nutzer beruht. Die Lösung zielt darauf ab, deterministische Adressierbarkeit im offenen Internet zu ermöglichen. Seit 2023 bietet Utiq seinen Consent-Service an und holt die Nutzereinwilligung zur personalisierten Werbung über ein gesondertes Banner ein. Mithilfe der einzelnen Telkos verwandelt die Technologie die IP-Adresse der Geräte nach der Zustimmung in “pseudonyme Netzwerk-Signale” und damit in eine ID für das Advertising-Universum. “Die Utiq ID ist ein zentraler Baustein für die Zukunft adressierbarer digitaler Werbung”, erklärt Stephan Jäckel, Geschäftsführer von Emetriq.
Emetriq wiederum ist ein Spezialist für datenbasierte Online-Werbung und vereint zu diesem Zweck in seinem kollaborativen Datenpool First-Party- und Second-Party-Daten für vielschichtige Targeting-Lösungen. Als Datenlieferant für Mediaagenturen und Werbetreibende entwickelt Emetriq datengetriebene Lösungen, die für mehr Werbeeffizienz sorgen sollen. Das Unternehmen ging aus dem Retargeting-Spezialisten Xplosion Interactive hervor, der bereits 2008 gegründet wurde und Mitglied der EOS Gruppe sowie Teil der Otto Group war und später an die Interactive Media (Deutsche Telekom AG) verkauft wurde. 2016 wurde Emetriq dann Teil der Telekom Deutschland GmbH.
Die technische Umsetzung des kombinierten Targeting-Ansatzes erfolgt über kuratierte Deals, bei denen Daten und Media in einem Paket gebündelt werden. Emetriq übernimmt dabei die Rolle des Deal Curators und stellt seine Segmente in angepasster Form für die Utiq ID bereit. Werbetreibende können diese Deals anschließend über angebundene Demand-Side-Plattformen (DSP) im gewohnten programmatischen Workflow buchen. Hinter den Kulissen bleibt die Utiq-Infrastruktur vom bestehenden Multi-ID-Graphen von Emetriq getrennt, um Datenflüsse klar abzugrenzen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.
Die Ausspielung erfolgt über Equativ, das als SSP die Verbindung zu Publisher-Inventaren herstellt. Durch die Sell-Side-Integration wird das Targeting direkt im Angebotskontext umgesetzt. Zum Start ist die Lösung als Utiq-only-Setup angelegt und läuft parallel zu bestehenden Multi-ID-Ansätzen. Perspektivisch sollen auch kombinierte Modelle möglich sein, bei denen verschiedene Identifier innerhalb eines Deals zusammengeführt werden, um Reichweite und Präzision zu erhöhen.
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