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MOBILE

Dashboard veranschaulicht Auswirkungen von Apples ATT auf Mobile Programmatic

30. April 2021 (apr)
Bild: Screenshot post-idfa-dashboard.remerge.io

Im Rahmen des aktuellen Updates auf das Betriebssystem iOS 14.5 aktiviert Apple seine heiß diskutierte Datenschutzfunktion App Tracking Transparency (ATT). Diese verwehrt Apps das Tracking von Usern und den Zugriff auf die Advertising-ID IDFA, falls im Voraus keine explizite Zustimmung durch ein von Apple vorgegebenes Dialogfenster eingeholt wurde. Diese Maßnahmen schmälern Einwilligungsraten und damit die Möglichkeiten für personalisierte Werbung in Apple-Umgebungen. Daher werden deutliche Auswirkungen auf das mobile programmatische Werbe-Ökosystem erwartet. Das Berliner Adtech-Unternehmen Remerge veranschaulicht nun anhand eines Dashboards, wie sehr ATT Inventare und Gebote beeinflusst.

Das Dashboard gibt verschiedene Einblicke, die Advertiser als wertvoll erachten könnten. So vergleicht es beispielsweise die Bid Requests, die Remerge global registriert, und weist aus, wie hoch der Anteil davon mit und ohne User-ID verknüpft ist. Die Daten stammen von insgesamt 26 angeschlossenen Supply-Side-Plattformen (SSP). Darüber hinaus liefert es eine Übersicht, wie sich die Preise für Inventar mit oder ohne ID entwickeln, zeigt, wie weit die einzelnen iOS-Versionen derzeit verbreitet sind und inwiefern Apples Attributionslösung SKAdNetwork eine Rolle beim Traffic spielt. Jeder Wert kann auf einzelne Länder heruntergebrochen werden.

Einblicke aus dem “ID-Dashboard”

Die Daten demonstrieren, dass das Angebot von Inventar mit User-IDs immer noch sehr hoch ist: Global sind über 80 Prozent der Bid Requests mit IDs verknüpft, womit es also entweder aus iOS 14.4 oder älteren Versionen stammt oder aus iOS 14.5 mit Opt-in. In Deutschland liegt der Wert etwas niedriger bei etwa 75 Prozent. Demnach wird hierzulande derzeit rund ein Viertel der Werbeflächen in Apple-Umgebungen ohne IDs gehandelt.

Der Traffic ohne IDs ist deutlich günstiger, weil eben keine Daten von außerhalb damit verknüpft werden können. Remerge registriert weltweit einen 40 Prozent niedrigeren CPM und in Deutschland sogar um 58 Prozent günstigere Preise für No-ID-Traffic.

Die Verbreitung für SKAdNetwork-aktivierte No-ID-Requests war bei Jahresbeginn noch gering, liegt jetzt jedoch bereits bei 47 Prozent, da die Branche auf diesen Standard umstellt. Hierzulande stieg die Adoptionsrate im April sogar bis auf 56 Prozent an.

Pan Katsukis, Mitgründer und CEO von Remerge, erklärt: “Wir begrüßen Apples Vorstoß für einen besseren Schutz der Privatsphäre. Gleichzeitig sehen wir den Bedarf der App-Marketing-Branche nach fundierten und aktuellen Informationen zu den Auswirkungen der Umstellung – mit unserem Dashboard liefern wir eine Antwort darauf. Wir sind überzeugt, dass die Zukunft der digitalen Werbung nicht auf einer ID basiert.”

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