PROGRAMMATIC

Trotz DSGVO: Programmatic-Anbieter melden erfolgreiches Quartal

10. August 2018 (ft)
Bild: Abigail Keenan; CC0 - unsplash.com

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) war noch vor wenigen Monaten ein heiß diskutiertes Thema. Viele Unternehmen sahen sich in ihrer Existenz bedroht. Große Programmatic-Unternehmen wie der Demand-Side-Platform-Anbieter The Trade Desk und der Supply-Side-Platform-Anbieter Rubicon Project haben das zweite Quartal jedoch überraschend gut überstanden und befinden sich auf einem Wachstumskurs.

Mit einem Umsatz von 112,3 Millionen US-Dollar verzeichnet The Trade Desk im Jahresvergleich ein 54-prozentiges Wachstum in Q2. Damit steigert das Unternehmen seinen Umsatz unverändert stark wie in 2017. CEO Jeff Green sieht diese Entwicklung vor allem durch neue Kanäle als auch das Verlangen nach Alternativen zu großen Plattformen bedingt und spielt damit auf Google und Facebook an.

Die DSGVO habe zwar für kleinere Startschwierigkeiten gesorgt, jedoch nicht das Wachstum beeinflusst. Ganz im Gegenteil: Die vier europäischen Büros des Unternehmens sollen sogar Rekordumsätze gemacht haben.

Rubicon Project blickt ebenfalls auf ein gutes zweites Quartal zurück. Die Umsätze des SSP-Anbieters stiegen nach einem harten Jahr 2017 um 16 Prozent im Jahresvergleich auf 28,6 Millionen. Auch hier lässt sich kein negativer Einfluss durch die DSGVO feststellen. Im Vergleich zu Q1 2018 legten die Kalifonier ein Wachstum von 15 Prozent hin und geht auch für das dritte Quartal mit anhaltend steigendem Umsatz aus.

Auch bei der Werbeplattform AppNexus gibt man sich mit der derzeitigen Geschäftsentwicklung zufrieden. Ohne genaue Zahlen liefern zu wollen, berichtet Josh Zeitz, SVP, Marketing and Communications von einer positiven Entwicklung bei AppNexus. Schließlich habe man dafür auch einiges im Vorfeld der DSGVO getan: "Wir haben wesentliche Investitionen getätigt und seit mehr als einem Jahr hart gearbeitet, um sicherzustellen, dass wir bereit für die DSGVO sind. Zudem haben wir sehr eng mit unseren Partnerpublishern und Werbungtreibenden zusammengearbeitet, um die weite Verbreitung des IAB Europe Transparency & Consent Framework zu unterstützen. Aufgrund dieser Vorbereitungen waren wir gut auf die Verordnung vorbereitet."