ADTECH - Fusion

SpotX wird zentrale Video-Plattform der RTL Group

8. Februar 2018 (jvr)

Jetzt ist es offiziell: Die RTL Group wird den Bewegtbild- und Adressable TV Vermarkter Smartclip und die Video-Plattform SpotX zusammenlegen. Das neue Unternehmen für Video-Ad-Serving und -Vermarktung wird sowohl in den USA als auch international unter dem Namen SpotX auftreten. Die beiden SpotX-Gründer Mike Shehan und Steve Swoboda bleiben CEO und CFO des Gesamtunternehmens. Smartclips Gründer Jean-Pierre Fumagalli und Roland Schaber agieren zukünftig als General Manager Europe und berichten direkt an Mike Shehan.

Das fusionierte Unternehmen stellt über 1.000 Sendern und digitalen Inhalteanbietern eine Ad-Serving- und programmatische Monetarisierungs-Plattform zur Verfügung, mit der digitale Zielgruppen vermarktet werden.

Foto: Backstage / RTL Group v.l.: Jean-Pierre Fumagalli (Smartclip) & Mike Shehan (SpotX)

Die Zusammenführung unter dem Arbeitstitel „One Team, One Platform“ wurde bereits im November 2017 von der gemeinsamen Muttergesellschaft RTL Group kommuniziert. (Wir berichteten). Mit der Zusammenlegung wird beispielsweise beim RTL-Vermarkter IP Deutschland der Adserver Videoplaza (Ooyala) gegen den von SpotX ausgetauscht. SpotX verfügt neben dem Adserver auch über eine programmatische Vermarktungsplattform mit Marktplatzlösung und Yield-Management. Durch den Wechsel von verschiedenen externen Dienstleistern in den jeweiligen Senderfamilien zu einer gemeinsamen Technologie- und Vermarktungslösung soll SpotX eine ganzheitliche und datenbasierte Monetarisierungslösung der gesamten RTL Group bilden.

Damit folgt RTL dem Martktbegleiter ProSiebenSat.1, der bereits vor einiger Zeit den Adtech-Stack mit Übernahme der Virtual Minds Gruppe zusammenlegte. Im besonderen Fokus wird nun die Vermarktung von Online-Bewegtbild und Adressable TV über eine zentrale Plattform stehen. Hier wird Smartclip eine zentrale Position einnehmen. Aus diesem Grund wird das Unternehmen als etablierte Marke weiterhin in einigen europäischen Märkten, unter anderem auch in Deutschland, bestehen bleiben.