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MOBILE

Inmobi baut Lösung für In-App Header Bidding

10. Januar 2018 (ft)
Bild: Danist NG; CC0 - unsplash.com

Die mobile Werbeplattform Inmobi hat für 90 Millionen US-Dollar AerServ aufgekauft. Mit der Plattform für Mobile-Videomonetarisierung plant Inmobi seine Mobile Exchange auszubauen und eine Header-Bidding-Lösung für Apps zu schaffen. Die Konsolidierung der beiden Plattformen soll bereits im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen sein.

Besonders im In-App-Bereich setzen Publisher für den programmatischen Verkauf noch immer das Wasserfallprinzip. Bid Requests werden also von den einzelnen Supply Side Plattformen (SSPs) nacheinander abgehandelt. Während im Open Web immer häufiger Header Bidding zum Einsatz kommt, um diesem Gebotssystem entgegenzuwirken, gestaltet sich im In-App-Bereich die Umsetzung schwieriger. Anstatt ein paar Code-Zeilen in den Header der Webseite zu integrieren, müssen App-Publisher die Funktionen mittels Software Development Kits (SDKs) in ihre Apps verbauen.

Mit dem Kauf von Aerserv will sich Inmobi nun der Aufgabe annehmen ein entsprechendes SDK zu entwickeln.Die Konsolidierungsarbeiten der beiden Software Development Kits sind Medienberichten zufolge schon voll im Gange. Die Vollständige Integration soll bis spätestens zum Anfang des zweiten Quartals 2018 abgeschlossen sein. Das SDK von Aerserv ist bereits von 2000 Publisher – vornehmlich aus den USA – integriert. Die Hälfte soll sich mit den Publishern überlappen, die auch an Inmobi angeschlossen sind.

Die Entscheidung für Aerserv fiel nach einer mehrmonatigen Testperiode, in der Inmobi sieben bis acht weitere SSPs aus den USA, Frankreich und China getestet hat. Ein wichtiger Entscheidungsgrund für die Plattform dürfte der umfangreiche Anschluss der Nachfrageseite sein. An die Plattform von Aerserv sind rund 75 Demand Side Plattformen (DSPs), Exchanges und Agenturen angeschlossen, wodurch Inmobi nach eigenen Angaben nun den Großteil der Fortune 500 Brands abdecken kann.