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Agenturen sind Jobmotor der Werbewirtschaft

4. August 2016 (ft)
Bild: sebra - Adobe Stock

Auch im ersten Halbjahr 2016 stiegen die Jobangebote in der Werbewirtschaft an (plus 6 Prozent). Den Löwenanteil der Angeboten haben dabei die Agenturen inne, die mit einem Plus von 17 Prozent nunmehr 87 Prozent der Stellen anbieten. Bereits 2014 und 2015 hatte die Analyse des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) einen Zuwachs der Stellenangebote ausgewiesen. Dementsprechend zeigen auch die Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit einen Rückgang um 5,3 Prozent im Bereich Werbung und Marketing.

Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des Dachverbands ZAW, sieht für das gestiegene Angebot im Agenturbereich weiterhin auch genügend Nachfrage: „Gerade für junge Leute sind die flachen Hierarchien in Agenturen interessant. Die Werbewirtschaft insgesamt ist ein sehr attraktiver wenn auch fordernder Arbeitgeber.“

ZAW weist erstmals Mobile aus

Der ZAW weist aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage erstmals den Bereich Web-/Mobile-Developer separat aus. In diesem Bereich verzeichnet der Zentralverband ein Wachstum von 136 Prozent.

Ebenfalls eine hohe Nachfrage besteht für Planner (plus 138 Prozent), Art-Direktoren (plus 20 Prozent) und Texter (plus 10 Prozent). Die Unternehmen werben zudem weiterhin Account Manager (plus 22 Prozent) sowie Fachleute für Marketing und Werbung (plus 25 Prozent) an. Mit einem Plus von 204 Prozent wurde auch für die technische Umsetzung der Werbung wie zum Beispiel in der Werbeproduktion deutlich zusätzliches Personal nachgefragt, hier vor allem die Productioner.

Schwieriger gestaltet es sich auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt für Content-Experten. Die Anzahl der Stellenangebote für sie sank im ersten Halbjahr um 50 Prozent. Auch Mediaexperten (minus 28 Prozent) und Anzeigenfachleute (minus 37 Prozent) waren deutlich weniger gefragt.

Werbewirtschaft wächst weiter

Der ZAW geht für das laufende Jahr weiterhin von einem Wachstum der Werbewirtschaft um etwa zwei Prozent aus. Die aktuelle Stellenangebotsanalyse stützt diese Prognose - vor allem der anhaltende Optimismus der Agenturen, die das dritte Jahr in Folge verstärkt neue Mitarbeiter suchen.