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MOBILE

Mobile Couponing regt zu Testkäufen an

19. August 2015 (sg)

Eine erfolgreiche Mobile-Couponing-Kampagne ist von Rabatthöhe, Distribution und Produktsortiment abhängig. Der Couponing-App-Anbieter Coupies hat im Auftrag von GS1 Germany 400 ihrer Nutzer zu ihren Verhaltensmustern bei Mobile-Couponing befragt. Probierkäufe schneiden da am besten ab.

Bei 52 Prozent der Befragten führt ein Coupon subjektiv 'oft' zu einem Produkttest, bei 41 Prozent immerhin 'manchmal'. Es ist hingegen schwieriger, einen Konsumenten grundsätzlich zum Kauf anderer Produkte zu bewegen. „Für einen Produkt- oder Markenwechsel bedarf es mehr Überzeugungsarbeit“, so Kilic. Am schwierigsten sei es, einen Konsumenten dazu zu bewegen, seinen Einkauf bei einem anderen Händler zu tätigen.

„Die Befragung hat gezeigt, dass es vergleichsweise einfach ist, einen Konsumenten mit einem Coupon davon zu überzeugen, ein Produkt auszuprobieren, das er sonst nicht gekauft hätte“, so Ercan Kilic, Leiter Strategieprojekt MobileCom bei GS1 Germany.

Aufschlussreich ist auch ein Blick auf die Produktkategorien, für die ein mobiler Coupon angeboten wird: Rund 90 Prozent der Coupies-Nutzer erhalten am liebsten Coupons für Lebensmittel und Getränke, gefolgt von Kosmetik und Körperpflege (54Prozent) sowie Kleidung und Schuhe (41 Prozent).

Die Befragung hat auch gezeigt, dass Mobile-Couponing-Kampagnen derzeit noch sehr uneinheitlich gehandhabt werden. „Konsumenten wird viel abverlangt: Sie müssen sich auf vielen Kanälen informieren und bei den Coupons mit unterschiedlichen Einlösevarianten rechnen“, erklärt Kilic. Es gibt derzeit noch keine Technologien und Abläufe, die flächendeckend zum Einsatz kommen: Ob Abscannen von Codes, Übertragen via NFC oder BLE bis hin zu Cashback Couponing, wo ein Foto des Kassenbons nach dem Einkauf übermittelt wird. „Erst wenn sich ein Einlöseszenario etabliert, das von einer Großzahl der Händler unterstützt wird, kann die Relevanz und Reichweite mobiler Coupons deutlich gesteigert werden“, so Kilic weiter.

Was die Einlösung an der Kasse anbelangt, gehört bei den meisten Nutzern das Vorzeigen von Barcodes/QR-Codes zu den Favoriten: 62 Prozent würden dieses Einlöseverfahren den anderen Varianten klar vorziehen – gefolgt von der traditionellen Kundenkarte (32 Prozent).

Der Erfolg einer Mobile-Couponing-Kampagne hänge von drei Faktoren ab. Thomas Engel, Co-Gründer und Leiter Marketing bei Coupies empfiehlt Unternehmen dazu Rabatte zwischen 20-50 Prozent anzupreisen und das Produkt im Markt gut zu platzieren, denn wenn es nicht gefunden wird, wird der Mobile-Coupon nicht eingelöst. Und das Produktsortiment sollte unterschiedlich lange in den Regalen liegen. Die Laufzeit bei langsamer drehenden Produkten sollte 2-3 Monate betragen, bei schnelldrehenden Waren, wie Kosmetik und Lebensmittel empfiehlt er 4-6 wöchige Kampagnen.

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