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ADTECH

MediaMind bereinigt Reichweitenmessung

4. May 2011 (ts)

Gut ein Drittel der Internetnutzer löschen ihre Cookies monatlich. Werden nun bloß die Auslieferungszahlen von Cookies zur Messung der Unique User berücksichtigt, kann es zu einer zwei- bis dreifachen Überschätzung der tatsächlichen Nutzer kommen. Die Agentur für digitales Marketing MediaMind bereinigt in seiner Metrik "Adjusted Unique" diese Ungenauigkeit.

In dem Benchmark Report „Planning Audience Reach with ‚Adjusted Unique‘" zeigt MediaMind, dass traditionelle Metriken zur Reichweitenmessung die Zahl der Unique User um das Zwei- bis Dreifache überschätzen, wenn sie das Löschen von Cookies nicht berücksichtigen. Solche Fehlmessungen führen dazu, dass Werbetreibende und Agenturen die Nettoreichweite und damit die Wirksamkeit ihrer Kampagnen nicht korrekt bewerten können. So schlägt die Merfachzählung von Usern in Deutschland mit einem Faktor von 2.2 zu Buche, laut MediaMind.

Die weltweit agierende Agentur schlägt daher eine bereinigte Zählung vor. In einer großen Usergruppe ist die durchschnittliche Kontaktanzahl für die User in etwa gleich groß ist, egal ob diese ihre Cookies löschen oder nicht. Wenn man die Anzahl der Impressions durch die durchschnittliche Kontaktanzahl teilt, komme man der tatsächlichen Anzahl der kontaktierten User ziemlich nahe, so MediaMind in einer Pressemitteilung.

Auch das Verhältnis zwischen Impressions-Zahl und Zielgruppenreichweite in verschiedenen Märkten waren Gegenstand des Benchmarks. Demnach müssen zum Beispiel US Werbetreibende 100 Millionen Impressions ausliefern, um zehn Millionen User zu erreichen. In Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien braucht es etwas mehr: 120 Millionen Impressions.

Präsident und CEO bei MediaMind Gal Trifon zeigte sich überzeugt von der eigenen Metrik: „Werbetreibende, die traditionelle Metriken zur Reichweitenmessung für ihre Planung verwenden, können nie sicher sein, ob die Anzahl der User korrekt ist, die sie mit ihrer Werbebotschaft erreicht haben. Advertiser können ‚Adjusted Unique‘ gemeinsam mit anderen Kennzahlen wie Klicks, Interaktion und Conversions nutzen, um die Effektivität ihrer Kampagnen zu messen.“