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Black Friday 2025 in Deutschland: Weniger Shopping-Apps, aber mehr Umsatz

8. Dezember 2025 (jh)
Bild: Cardmapr NL - Unsplash

Der Black Friday gilt seit Jahren als einer der Höhepunkte im digitalen Handel. Händlerinnen und Händler weltweit nutzen den Tag, der ursprünglich in den USA geboren wurde, um Kaufimpulse zu setzen. Für App-Anbieter ist der Zeitraum rund um den Black Friday eine Gelegenheit, neue Nutzer zu gewinnen und bestehende Zielgruppen zu reaktivieren. Allerdings wird der Erfolg des mobilen Marketings nicht allein über Install-Zahlen bewertet, sondern zunehmend über Effizienzkriterien wie Conversions und Umsatz.

Der Measurement-Spezialist Appsflyer hat für Deutschland die diesjährigen Daten zum Black Friday vorgelegt. Die Daten basieren laut Anbieter auf einem anonymisierten und aggregierten Datensatz aus 9.200 Shopping-Apps weltweit. Rund 1.000 dieser Apps verzeichneten Conversions am Black Friday. Ausgewertet wurden 121 Millionen Installs sowie 140 Millionen Remarketing Conversions auf Android und iOS. Bereits im vergangenen Jahr hatte Appsflyer den Shopping-Höhepunkt aufmerksam verfolgt, sodass Jahresvergleiche zwischen dem Black Friday 2025 und dem Black Friday 2024 möglich sind. Im Mittelpunkt stehen dabei auffällige Unterschiede zwischen Android und iOS sowie eine insgesamt höhere Zahlungsbereitschaft innerhalb der aktiven Nutzerschaft. Trotz eines deutlichen Rückgangs bei den Installationszahlen legten sowohl Umsatz als auch die Anzahl zahlender Nutzerinnen und Nutzer zu.

Black Friday 2024 vs. 2025

Laut Appsflyer gingen die Shopping-Installs im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent zurück. Auf Android war der Rückgang mit 28 Prozent besonders stark. Gleichzeitig stiegen die gesamten Conversions geringfügig um 0,3 Prozent. Beim Umsatz aus In-App-Käufen zeigt sich ein deutlich anderes Bild. Gegenüber dem Black Friday 2024 stieg der IAP-Umsatz (Umsatz aus In-App Purchases) auf Android um 40 Prozent und auf iOS um 33 Prozent. Im Vergleich zum Vortag des Black Friday wuchs der Umsatz auf Android um 36 Prozent und auf iOS um 25 Prozent. Der Anteil der zahlenden Nutzerinnen und Nutzer erhöhte sich auf Android um 2 Prozent und auf iOS um 5 Prozent.

Die zentralen Ergebnisse für den deutschen Markt verdeutlichen den Trend zu einer selektiveren App-Nutzung. Weniger Installationen stehen einem höheren Nutzwert gegenüber, gemessen an Conversions und direkten Umsätzen. Der IAP-Umsatz legte im Jahresvergleich um 35 Prozent zu. Zudem gehörte der Anstieg vom Vortag zum Black Friday zu den stärksten in Europa. Der Black Friday bestätigt sich damit erneut als Ereignis mit hoher Kaufintensität innerhalb der bestehenden App-Nutzerbasis. “Deutschland bleibt ein Markt, der klar durch Effizienz getrieben ist”, sagt Sue Azari, Industry Lead Ecommerce bei Appsflyer. “Trotz geringerer Installs zeigt der Anstieg bei Umsatz, Conversions und zahlenden Usern eine hohe Kaufabsicht bei den Nutzern, die aktiv waren.”

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