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ADTECH

Adtech-Rivalen Magnite und Freewheel wollen gemeinsam mehr CTV-Dollar verdienen

11. August 2023 (jh)
Bild: Tomas Sobek - Unsplash

Um die Prozesse rund um Video- und (C)TV-Werbung zu verbessern, kooperieren zwei US-Adtech-Größen miteinander. So kündigen Magnite und Freewheel entsprechende Integrationen für ihre Supply-Side-Technologien an. Ziel ist es, die Interoperabilität für gemeinsame Publisher-Kunden zu steigern – und gemeinsam mehr zu verdienen.

“Wir wollen die Interoperabilität im TV-System optimieren und freuen uns auf unseren neuen Integrationspartner Magnite”, betont Soo Jin Oh, Chief Strategy Officer von Freewheel. “Wir können die programmatische Technologie von Magnite künftig noch besser nutzen und uns auf unsere wichtigsten Ziele konzentrieren: den Wettbewerb zu optimieren und die Nachfrage über ein ganzheitliches Decisioning auf der Plattform von Freewheel zu intensivieren. Dies kommt nicht nur Inventareigentümern und -einkäufern zugute, sondern verbessert auch das Seherlebnis von Konsumentinnen und Konsumenten.”

Auf den ersten Blick mag die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen durchaus überraschen, sind sie doch Konkurrenten. Sowohl Magnite als auch Freewheel verfügen über eigene Supply-Side-Plattformen (SSP) und Adserver-Lösungen, die im digitalen Bewegtbild zum Einsatz kommen. Tatsächlich geht es den Unternehmen aber darum, den technologischen Flickenteppich im Markt zu vereinfachen und die nahtlose Zusammenarbeit ihrer Systeme zu ermöglichen. Dies kommt letztlich auch den Adtech-Anbietern selbst zugute.

Besserer Informationsfluss zwischen Adtech-Systemen

Die Kooperation macht den Informationsfluss zwischen den beiden Parteien hin zum Publisher transparenter und soll damit den Zugang zu den Demand-Quellen optimieren. So sollen Publisher, die etwa den Adserver von Freewheel und die SSP von Magnite nutzen, mehr Informationen über die Bid Requests im Voraus erhalten und sie folglich besser managen können. Ein praktisches Beispiel ist die Zusammenstellung eines Adpods, einer Werbeinsel, im Connected TV. Nur wenn der Kanalbetreiber die Namen der Werbetreibenden im Voraus kennt, kann er dafür sorgen, dass Spots von Konkurrenten nicht direkt nacheinander ausgespielt werden. Falls die Information fehlt, kommt ein Gebot möglicherweise nicht zustande. Auch Spotdopplungen werden so verhindert. Solche Informationen sollen im Falle gemeinsamer Publisher-Kunden nun umfassender und früher zwischen den beiden Parteien fließen.

Die Kunden erhalten demnach “über alle Systeme und Vertriebskanäle hinweg künftig einen besseren Einblick in die Werbegestaltung, das Frequency Capping und ein ganzheitliches Management”. Diese Zusammenarbeit könnte somit die Effizienz am Markt erhöhen und damit auch die Gewinne der beiden Unternehmen steigern. In den Worten von Sean Buckley, Chief Revenue Officer von Magnite, klingt es wie folgt: “Die Zunahme von Programmatic Advertising in Streaming-Videos ist transformativ und ermöglicht es Werbetreibenden, ihre Zielgruppen mehr denn je mit größerer Genauigkeit und Effizienz zu erreichen. Media Owner können ihre Umsatzströme für programmatische und traditionelle direkte Verkäufe gezielt und ganzheitlich steuern. So wird programmatische Werbung durch die Integration von Freewheel ein integraler Teil der Verkaufsstrategie und eröffnet die Chance für weitere Wachstumssteigerungen.”

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