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DATA & TARGETING

The Trade Desk versorgt ID-System von Nielsen mit eigenen demografischen Daten

18. February 2022 (jh)
Bild: Markus Spiske - Unsplash

Das internationale Daten- und Analyseunternehmen Nielsen kooperiert ab sofort mit The Trade Desk und bekommt von der Demand-Side-Plattform (DSP) demografische Daten zur Verfügung gestellt. Ziel sei es, die bereitgestellten Daten in das Nielsen-ID-System zu integrieren, um so den Umfang und die Genauigkeit der digitalen Werbemessung für das Open Web zu verbessern.

“Als unabhängige Demand-Side-Plattform ist The Trade Desk in einer erstklassigen Position, um einen Messstandard für das Open Web zu etablieren, der die datengesteuerte Entscheidungsfindung, die Werbeperformance und die Transparenz optimiert”, sagt Michelle Hulst, Chief Data Officer bei The Trade Desk. “Wir sind seit langem davon überzeugt, dass wir gemeinsam das Ökosystem der digitalen Medien unterstützen müssen, das gilt insbesondere für die Messung. Wir freuen uns darauf, das Open Web gemeinsam mit Nielsen international voranzutreiben.”

Die demografischen Daten von The Trade Desk

Auf den ersten Blick mag es überraschend klingen, dass eine Demand-Side-Plattform über eigene demografische Daten verfügt. Diese stammen in der Regel von Datenpartnern oder werden von den Advertisern selbst für die Kampagnen angeliefert. Auf Nachfrage erklärte das Unternehmen jedoch, dass es Data-Science-Modelle entwickelt, die auf Basis von deterministischen Drittanbieter-Daten trainiert werden. Das Ziel sei es, Demografie aufgrund des User-Verhaltens prognostizieren zu können. Dadurch, dass The Trade Desk viele IDs in ihrem System sieht, versucht die DSP also “vorherzusagen”, welche ID eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweist, zu einer spezifischen Personengruppe (jung/alt, männlich/weiblich) zu gehören. Diese “Seed-Daten” stellt das Unternehmen dann Nielsen zur Verfügung.

Wie Nielsen die Daten verwendet

The Trade Desk wird die demografischen Daten von Nielsen zunächst in Frankreich, Italien und dem Vereinigen Königreich aufstocken. Ab dem 1. April folgen dann Deutschland, Japan und Australien. Nielsen wird somit zum “bevorzugten Messdienstleister” des Adtech-Unternehmens und verbessert damit seine Fähigkeit, demografische Zielgruppen über mobile und PC-Plattformen hinweg zuzuordnen und zu deduplizieren, wenn eine digitale Anzeige angesehen wird. Der ID-Graph von Nielsen wird ansonsten von den eigenen personenbasierten Panels und daraus resultierenden Logiken genährt.

“Diese strategische Partnerschaft mit The Trade Desk skaliert das Identity System von Nielsen sofort global und zeigt unser Engagement für unabhängige Messung und Interoperabilität der Märkte. So schaffen wir ein offenes Ökosystem für die Medienbranche”, kommentiert Karthik Rao, Chief Operating Officer bei Nielsen.

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