SOCIAL MEDIA

Native-Spezialist holt Social Posts und Ads in redaktionelle Umfelder

25. September 2020 (apr)
Bild: George Pagan III – Unsplash

Das Adtech-Unternehmen Outbrain ist weithin dafür bekannt, Content-Empfehlungen unter redaktionellen Artikeln zu positionieren. Nun jedoch drängt der Spezialist für Native Advertising weiter in den oberen Bereich der Website und will verstärkt zwischen einzelnen Absätzen eines Artikels werben. Neben den bekannten Display- und Video-Formaten sollen dort auch Beiträge und Werbeanzeigen aus Social Media platziert werden.

So gelangen Ads und Posts aus Walled Gardens wie Facebook, Instagram, Linkedin, Snapchat oder Tiktok automatisiert auf die Websites aus dem Publisher-Netzwerk, zu dem unter anderem die Hamburger Morgenpost und Der Westen zählen. Bestehende Kampagnen aus den sozialen Netzwerken werden demnach ohne großen Aufwand programmatisch ins offene Internet verlängert. Dazu ist nur der jeweilige Ad- oder Post-Link nötig.

Die Outbrain-Technologie bettet die Werbeformate der einzelnen Plattformen, wie beispielsweise Text-Bild- oder Karussell-Ads, nativ in den Content der Websites ein und greift bei der Ausspielung auf die eigene Intelligenz zurück. Das bedeutet, dass die Anzeigen Performance-orientiert und interessenbasiert mit Daten aus dem Outbrain-Universum ausgespielt werden – nicht jedoch auf der Grundlage von User-Informationen aus den Walled Gardens. Informationen über etwaige Reaktionen werden auch nicht zu Facebook & Co. zurückgespielt. Sollte also etwa ein Klick auf ein Like beim Instagram-Post erfolgen, wird dies nicht vom Zuckerberg-Netzwerk registriert. Der CTA der Anzeige leitet natürlich auf die gewünschte Zielseite, doch im Falle einer "sozialen" Interaktion öffnet sich ein neues Fenster mit dem jeweiligen Post direkt auf der Plattform, in dem die Aktion vom User dann nachgeholt werden kann.

Es geht Advertisern aber wohl weniger um die Anhäufung von Likes, sondern vielmehr um Branding- oder Performance-Ziele. Auf beide zahlen die Anzeigen laut Outbrain ein, wobei die Aussage vom Beta-Tester Hugo Boss unterstützt wird, der sowohl zufriedenstellende Sichtbarkeitswerte als auch Klickraten erzielen konnte.

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