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ONLINE VERMARKTUNG

Gemeinsam gegen die US-Riesen: Ad Alliance nimmt Media Impact auf

22. May 2019 (apr)
Bild: Ad Alliance Presse Matthias Dang, Geschäftsführer der Ad Alliance

Die Ad Alliance gewinnt einen neuen starken Partner für ihr Digital-Portfolio. Die Vermarktungsallianz, unter dessen Dach sich RTL, Gruner + Jahr, smartclip und der Spiegel zusammengeschlossen haben, kooperiert künftig mit Media Impact. Somit wird für Werbekunden der Ad Alliance das Inventar von Axel Springer und Funke zugänglich – zumindest das digitale.

Neben dem Portfolio von IP Deutschland, G+J e|MS, Spiegel Media und Smartclip bringt Media Impact insgesamt 38 Digitalangebote mit. Darunter befinden sich renommierte Nachrichtentitel wie Bild.de samt ihrer Schwestern und Welt.de, die Musikikone Rolling Stone sowie reine Online-Marken wie der Business Insider oder das Vergleichsportal Idealo.

Mit dem Zugewinn von Media Impact kommt die Ad Alliance auf insgesamt sieben TV-, 91 Print- und 110 Digital-Marken. Dazu stoßen die Angebote der Audio Alliance, die für die Vermarktung der Podcasts und anderen Audioinhalte von Bertelsmann verantwortlich ist. Die Ad Alliance erreicht so nach eigenen Angaben 99 Prozent der deutschen Bevölkerung bzw. nach Agof-Angaben monatlich 50 Millionen User im Netz. Sie bietet Werbekunden eine breite Palette an Formaten an, samt der mehr oder weniger gehypten Themen Native Advertising und Influencer Marketing. Durch den Zusammenschluss könnte die Ad Alliance Ströer den ersten Platz als größten deutschen Agof-Vermarkter streitig machen.

Bild: Media Impact Presse

Carsten Schwecke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Media Impact, begründet die Partnerschaft wie folgt:

Die erfolgreiche Entwicklung von Media Impact hat uns gezeigt, dass Verlagskooperationen ein wesentlicher Baustein für ein zukunftsträchtiges und wettbewerbsfähiges Vermarktungsgeschäft sein können. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt und schaffen die Voraussetzungen, um im Digitalbereich noch stärker zu wachsen und dem zunehmend internationalen Wettbewerb kraftvoll entgegenzutreten.”

Der Datenpool als Alternative zu den US-Giganten wird größer

Der internationale Wettbewerb ist mit Facebook und Google in der Tat stark. Vermarktungsallianzen wollen Werbetreibenden und Mediaagenturen einen alternativen Media- und Datenpool zu den GAFAs dieser Welt bieten. Ad Alliance ging vor drei Jahren an den Start und sieht sich selbst als Crossmedia-Vermarkter. Die Partnerschaft mit Media Impact umfasst allerdings ausschließlich das digitale Portfolio von Springer und Funke – dient damit aber dem Hauptinteresse mit Blick auf das Datengeschäft.

Am 01. September startet die Vermarktung von Media Impact durch die Ad Alliance auf dem Papier. Dabei gilt es Verträge für 2020 zu realisieren. Die Sales-Abteilung von Media Impact wird jedoch auch weiterhin aktiv das eigene Inventar der im Deal eingeschlossenen Titel verkaufen.

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