DISPLAY ADVERTISING

Warum Panasonic auf Adblock-Traffic setzt

24. August 2018 (jvr)

Panasonic hat für eine Digitalkampagne zur neuen Smart-Home-Produktserie erstmals einen Adblock-Blocker eingesetzt, um auch solche Nutzer zu erreichen, die einen Adblocker in ihrem Browser installiert haben. Mit überraschend gutem Kampagnenergebnis.

Panasonic Marketing scheut sich offenbar nicht neue Wege zu gehen. Über eine kurzfristige Display- Kampagne zu den neuen Panasonic Smart Home Produkten sollten vor allem all jene Konsumenten angesprochen werden, die noch nichts von diesen Produkten gehört haben. „So wollten wir in kürzester Zeit hohe Aufmerksamkeit erzeugen und gleichzeitig das Interesse an unseren neuen Produkt-Kombis testen“, berichtet Benedict C. Doepfer, Manager New Business Development bei Panasonic Marketing Europe. Die Kampagnenlaufzeit war für 20 Tage angesetzt. Die Besonderheit: Man setzte dabei auf AdDefend, ein Werbenetzwerk, das Zugriff auf 150 deutschsprachigen Premiumwebseiten hat und dabei mit einer eigenen Technologie die Adblocker überlisten kann. Panasonic buchte also gezielt Adblock-Traffic.

Billboard der Panasonic Smart Home-Kampagne, die über das AdDefend Adblock Advertising-Netzwerk ausgespielt wurde.

Denn für Panasonic ist gerade diese Nutzer interessant. „Dass Adblock-Nutzer über reguläre Kanäle nicht mehr mit Display-Marketing erreichbar sind, hat diese Zielgruppe für uns besonders interessant gemacht. Sie sind weniger Werbebannern ausgesetzt als die restlichen 75% der Internetnutzer in Deutschland und nehmen Banner damit noch bewusster, sprich aufmerksamer wahr.“

Offenbar ging diese These auf. Denn die Kampagne erzielte laut Doepfer 3,5 Millionen Impressions bei einer CTR von 0,35%. Für ein einfaches Billboard Ad ein überdurchschnittlicher Wert.

Benedict C. Doepfer, Panasonic Marketing

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass sich Adblock-Nutzer primär vor aufdringlichen Formaten schützen möchten, wie beispielsweise Anzeigen, die die eigentlichen Seiteninhalte überlagern – sie stehen aber Werbung nicht grundsätzlich negativ gegenüber.