DMEXCO

Dmexco: „2018 wird ein Jahr des Übergangs“

3. Mai 2018 (ft)
V.l.n.r.: Philipp Hilbig, Dominik Matyka, Christoph Werner, Markus Frank

Was wird dieses Jahr eigentlich aus der dmexco in Köln? Muss man sich in Anbetracht der florierenden Konkurrenz wie der OMR in Hamburg um die größte Branchenveranstaltung Europas Sorgen machen? Ganz im Gegenteil, meint Dominik Matyka, der im Januar als Chief Advisor das operative dmexco-Business gemeinsam mit Philipp Hilbig und Christoph Werner von der Koelnmesse verantwortet.

Die drei Dmexco-Macher sind derzeit gemeinsam mit BVDW Präsident Matthias Wahl und OVK-Vorsitzendem Markus Frank von Oath auf Pressetour. Am Mittwoch präsentierten sie sich in Hamburg und standen dort Pressevertretern Rede und Antwort, wobei sie sich Fragen zum plötzlichen Vertragsende mit der Beratungsfirma KDME von Frank Schneider und Christian Muche verbaten.

Conference-Teil: Weiterhin international, aber mehr Bezug auf Deutschland

Aber auch so hatten die Drei einiges zu berichten. Bis Ende Juni will die dmexco ihr Programm für den Konferenzteil veröffentlichen. „Globales Denken – Lokales Handeln“ stünden laut Matyka im Vordergrund. Dafür wolle man fünf Tracks, namentlich Marketing, Media, Technologies, Business und Future mit zehn Topics thematisch besetzen. Ziel sei ein ausgewogenes Konferenzprogramm, das zwar wieder mit namhaften und internationalen Speakern befüllt werde, aber gleichzeitig den lokalen Markt ausreichend würdigen soll. Ein Motto wird es mit „Take CARE“ auch geben, wobei sich Matyka mit den vergangenen Claims bzw. Mottos der dmexco sichtlich schwer tut. CARE steht für Curiosity, Action, Response und Experience und soll die gewünschte Grundhaltung der Branche widerspiegeln
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Messe: Anstieg internationaler Aussteller

Bis zum 30. April konnten sich die Aussteller um einen Standplatz bewerben und die Nachfrage sei genauso gut gewesen wie im vergangenen Jahr. Man habe einen leichten Anstieg internationaler Aussteller registriert, berichtet Christoph Werner von der Koelnmesse. Daher rechnet der Veranstalter auch dieses Jahr mit der gleichen Zahl an Ausstellern und Besuchern wie im Jahr 2017. Der BVDW-Präsident Matthias Wahl macht in diesem Zusammenhang deutlich, dass ihm weiter wachsende Besucherzahlen eigentlich weniger bedeutend wären. Wichtiger sei eine inhaltlich starke Messe für alle Besucher. Weniger „Kirmesveranstaltung, dafür lieber ein nachhaltiges Wachstum“, so Wahl.

Ticketing: 99 Euro für alle

Es wird nur einen Preis für alle Besucher geben und der liegt bei 99,- Euro. Neu ist nun, dass die Messe- und Konferenzbesucher mit diesem Ticket den lokalen öffentlichen Nahverkehr wirklich nutzen können. Die Eintrittspreise werden nicht weiter steigen.

Und sonst? Sehr viel Neues!

Im Hintergrund wird bei der dmexco gerade sehr viel umgebaut, selbst Logo und Farbgebung des Events stehen zur Disposition. Die größte Neuerung ist allerdings die Grundhaltung zum eigenen Marketing. „Wir wollen zum Medium werden“, sagt Matyka. Dazu haben die Organisatoren mächtig aufgerüstet, auch personell. Insgesamt seien knapp zehn neue Mitarbeiter eingestellt worden. Darunter auch die neue Direktorin für den Bereich Conference, Judith Kühn. Ab Mitte Mai zeichnet die 32-Jährige als Director Conference verantwortlich.

Zudem wird die Agentur Primus Inter Pares von und mit Christoph Salzig bei der Contenterstellung das dmexco-Team unterstützen. Im Juni startet dann die neue Website, samt Eventkalender der Partner, was „richtig Redaktionelles“ wie Matyka versichert, denn „2018 wird für die dmexco ein Jahr des Übergangs.“