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Deutsche Post integriert Print Mailings in Marketing-Suiten

29. März 2018 (ft)
Bild: Deutsche Post Presse

Die Automatisierung des Marketing schreitet unaufhaltsam voran. Auch bei der Deutschen Post will man nun auf den Zug aufspringen. Während Marketingsuiten die Möglichkeit bieten, digitale Kampagnen automatisiert abzuwickeln und zu optimieren, will die Post nun eine Grundlage für die Anbindung physischer Mailings in die Marketing-Automatisierung bieten. Optivo, Emarsys und Artegic gehören zu den ersten Partnern.

Durch die Anbindung sollen Werbetreibende ihren Kunden quasi auf Knopfdruck ein physisches Mailing zuschicken: datenbasiert, individualisiert und automatisiert. Dabei können die Werbekunden ihre Kampagnen in den Marketing-Automation-Systemen wie gewohnt anlegen und ihre Werbemittel mittels Adobe Indesign regelbasiert gestalten. Physische Mailings werden auf Basis der Kundendaten auf die jeweiligen Empfänger zugeschnitten.

Eine aktuelle Diaogpost-Studie des Collaborative Marketing Clubs in Kooperation mit der Deutschen Post zeigt, wie impulsstark physische Mailings für den E-Commerce bei der Bestandskundenansprache funktionieren können. Mit einer durchschnittlichen Conversion-Rate von 3,9 Prozent haben die Print-Mailings einen Spitzenwert für Online-Shops. Geschäftsmodelle mit Warenkörben unter 100 Euro zeigten dabei deutlich überdurchschnittliche Werte bei der Aktivierung von Bestandskunden. Besonders in den Branchen Lebensmittel und Beauty regten Print-Mailings die angeschriebenen Kunden zum Kauf der Produkte an. An der Studie teilgenommen haben 50 E-Commerce-Unternehmen, die vorher kaum oder gar nicht klassische Mailings genutzt haben.

Auch der nahenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat die Deutsche Post Rechnung getragen. Um datenschutzkonform zu sein wurde das Verfahren zur Verknüpfung von Cookies mit der sogenannten Mikrozelle (6,6 Haushalte), in der die Kunden wohnen, von der Adcert Privacy Audit GmbH zertifiziert.

Eine Mikrozelle ist die kleinste datenschutzrechtlich mögliche Einheit, um anonym und aggregiert zu sein. Die Post weiß also nur, dass die identifizierte Person im Umkreis von durchschnittlich 6,6 Haushalten wohnt. Die Briefsendung gehen daraufhin automatisiert an diese Zelle.