ONLINE MEDIA - DCN-Report

Facebook und Google bringen US-Publishern kaum Digitalumsätze

9. Februar 2018 (jvr)
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Knapp 5% der gesamten Digitalumsätze werden bei den US amerikanischen Publishern mit Hilfe von Google und Facebook generiert. Das ist jedenfalls das Analyseergebnis von Digital Content Next (DCN), dem größten amerikanischen Publisher-Verband, der insgesamt 75 US-Medienunternehmen repräsentiert.

Google und Facebook brachten den US Publishern im vergangenem Jahr weniger als 5% ihrer digitalen Umsätze ein. Dieses Ergebnis beruht auf einer Umfrage unter den DCN-Mitglieder, die zwei Mal im Jahr stattfindet und als „DCN Distributed Content Revenue Benchmark Report“ veröffentlicht wird. Laut DCN spülten Verkauf, Vermarktung und die Syndizierung von Bewegtbildinhalten das meiste Geld in die Kassen der Publisher, 83% ihrer Umsätze wurden 2017 über Video-Content generiert.

Distributed Content bleibt Teil der Publisher-Strategie

Der DCN-Report zeigt aber auch, wie wichtig Google und Facebook für die Publisher bei der Vermarktung ihres Distributed Contents geworden sind. 30% der Umsätze dort gehen auf das Konto von Facebook und Google bzw. YouTube. Insgesamt sind die Umsätze über die Vermarktung von Distributed Content von 2016 auf 2017 um 2 Prozentpunkte auf insgesamt 16% gestiegen. Bei Publishern, die der DCN konkrete Umsatzzahlen berichten, sind es sogar ein Anstieg von 37%. Distributed Content sind digitale Inhalte, die von der Publishern außerhalb der eigenen Online-Umfelder auf anderen Plattformen veröffentlicht und vermarktet werden, dazu zählen u.a. Twitter, Snapchat, Google AMP Sites, Facebook Instant Articles und YouTube.

„Die Umsätze aus den Distributed Plattformen rechtfertigen bisher nicht die hohen Investitionen und den wahren Wert der Inhalte unserer Mitglieder,“ sagt Jason Kint, CEO der DCN in einer Pressemitteilung. Dennoch wird Distributed Content laut Kint ein integraler Teil der Publisher-Strategie bleiben an der festgehalten werden müsse, wobei die anhaltenden Veränderungen dieser Plattformen für die Publisher die größten Herausforderungen darstellten.

Quelle: DCN Pressemitteilung