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ECOMMERCE

Mehr Umsatz durch Personalisierung: Drei aktuelle Beispiele

23. Oktober 2017 (ft)
Bild: Frank McKenna, CC0 - unsplash

Um im Kampf gegen E-Commerce-Riesen wie Amazon zu bestehen, reichen niedrige Preise nicht mehr aus. Für Online-Shops heißt es daher, eine möglichst gute Kundenerfahrung zu bieten. Dabei sollen vor allem Martech-Lösungen helfen. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und großen Markennetzwerken sollen dafür die Weichen gestellt werden.

Produkte bewerben

Jeder kennt die kleinen Widgets aus dem Native Advertising, die nach einem Artikel gleich die nächsten Inhalte anbieten. Dasselbe Prinzip macht sich auch Criteo mit seinen „Sponsored Products“ zunutze. Ähnlich wie beim großen Konkurrenten vieler Online-Shops, Amazon, bekommt der Kunde, passend zu seiner Produktsuche oder der Produktseite, Produktvorschläge. Der Clou: Der Shop wird durch den Verkauf der Flächen gleichzeitig zum Vermarkter und sichert sich zusätzliche Einnahmen. Auf der anderen Seite haben Marken die Möglichkeit, auf der Shop-Seite prominenter zu sein.

„Spätestens seit der der Übernahme von Whole Foods durch Amazon ist klar, wie dringend der Handlungsbedarf für Retailer ist. Sie müssen intelligente Lösungen finden, mit denen sie Daten kanalübergreifend nutzen können“, sagt Alexander Gösswein, Managing Director Central Europe Criteo.

Personalisierte Erfahrung

Einen anderen Ansatz verfolgen Cloud-Marketing-Anbieter Emarsys und das IT-Unternehmen Adtelligence. Sie wollen durch personalisierte Inhalte punkten. Mit der Web-Channel-Lösung von Emarsys sollen Produktempfehlungen automatisiert und personalisiert im Webstore erstellt werden, die auf dem Browser-Verhalten des Kunden basieren. Durch den Abgleich von CRM-Daten will das Unternehmen den Nutzer über sein Surfverhalten auf der Webseite einem Profil zuordnen, wodurch Kunden mehr relevante Produkte angezeigt bekommen sollen.

Künstliche Intelligenz individualisiert Webauftritt

Auch Adtelligence will den digitalen Verkaufsprozess von Online-Shops optimieren. Dafür setzt das deutsche IT-Unternehmen auf Echtzeit-Informationen, die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz automatisiert ausgewertet werden.

„Die meisten Webseiten sehen heute für alle Besucher gleich aus: Identische Texte, Bilder und Webseiten-Aufbau – egal wie unterschiedlich die Kunden sind“, bemängelt Michael Altendorf, Mitgründer und CEO von Adtelligence. So würden Unternehmen enormes Potenzial verschenken. Altendorf spricht sich für eine personalisierte Webseite aus, die Besuchern die Informationen zu Verfügung stellt, die er benötigt.

Konkret bedeutet das: Jemand, der sich bereits vorher über ein Produkt informiert hat, findet beim wiederholten Besuch nur noch die wichtigsten Fakten und keine Detailinformationen mehr vor – und gelangt so schneller zur Abschlussmöglichkeit. Besucher, die über eine emotionale Social Media Kampagne auf eine Webseite gelangen, sollen auch auf der Webseite dementsprechend emotional angesprochen werden.

Adtelligence sieht seine Lösung branchenübergreifend anwendbar. Besonders häufig würden Sektoren mit starkem Online-Fokus wie das Retail-Banking oder die Telekommunikationsbranche – darunter congstar, DKB, Hanseatic Bank oder auch die Sparkassen – darauf setzen.