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PROGRAMMATIC

AppNexus kündigt neue Header-Bidding-Lösung an

17. Mai 2017 (ft)
Bild: BillionPhotoscom - Adobe Stock

Der Werbetechnologieanbieter AppNexus startet ab sofort unter dem Namen Prebid-Server seine serverseitige Header-Bidding-Lösung. Über die Open-Source-Technologie können Publisher die Plattformen von AppNexus sowie Facebook und in Kürze auch weitere Partner einbinden. Für Publisher ist das Angebot kostenfrei.

Genau wie beim traditionellen, client-seitigen Header-Bidding sollen mit Prebid Server Marktplätze und Supply Side Plattformen (SSPs) integriert werden, die als Nachfragequellen dienen und Mediaeinkäufern Zugriff auf das Inventar des Publishers bieten. Der Prozess findet allerdings in der Server-Cloud des Technologieanbieters statt und nicht im Header der Webseite. Dies soll einerseits die User Experience optimieren und andererseits den Publishern die Möglichkeit bieten, ihre Nachfragepartner zu skalieren, ohne dass es zu langen Ladezeiten ihres Contents kommt.

Prebid Server ist durch die "Prebid.org Community" entstanden und alle Ad-Tech-Unternehmen, die als Nachfragepartner agieren, können daran teilnehmen. Genauso können alle Publisher diese Lösung einsetzen. Unabhängig davon, ob sie direkt mit AppNexus arbeiten oder nicht. Da der Quellcode von Prebid Server Open-Source ist, erhalten Publisher und Partner einen genauen Einblick in den Code und damit vollständige Transparenz über die Auktionsmechanismen.

Marius Rausch, Senior Director, Strategic Market Development bei AppNexus, ist sich sicher: „Die Zeit von versteckten Fees, unverhältnismäßig hohen Margen und intransparenten Preisen im Adtech-Bereich geht zu Ende. Publisher sind sich immer stärker bewusst, dass sie von Google in eine Situation gebracht wurden, in der sie zwar im Wettbewerb um die gleichen Werbebudgets stehen, allerdings nicht zu den gleichen Spielregeln.“ Die neue Lösung soll dazu beitragen, gegen den Walled Garden von Google zu bestehen. „Es geht darum, die Infrastruktur des gesamten Adtech-Ökosystems zu optimieren, und zwar in einer Weise, in der alle Marktteilnehmer auf Einkaufs- und Verkaufsseite davon profitieren und nicht alleine Google“, meint Rausch.