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BRANDING

Diese Spots gewinnen beim Super Bowl

7. February 2017 (ft)
Bild: pixabay.com skeeze; CC0

Neben den zwei Teams konkurrieren beim Super Bowl auch Brands, um die Gunst der Kunden. Während etliche Millionen des Werbebudgets in die TV-Werbung fließen, können die Spots jedoch auch digital mit reichlich messbarer Reichweite aufwarten. Visible Measures hat sich im Auftrag vonn AdAge daran gemacht, die totale Anzahl der digitalen Views zu zählen und kann einen eindeutigen Sieger küren.

Gemessen wurde die True Reach der Werbespots im Internet. Es handelt sich dabei um eine von der amerikanischen Media Rating Council akkeditierte Metrik, die sowohl die bezahlte Reichweite, wie durch Pre-Roll Ads generiert, als auch die organische Reichweite misst.

Die Top 3

Mit knapp 35 Millionen Views schafft es der Spot „ Born The Hard Way“ der US-amerikanischen Biermarke Budweiser auf den ersten Platz. Die Kampagne behandelt den Ursprung der Biermarke und die beschwerliche Einreise des Deutschen Mitgründers Adolphus Busch nach Amerika. Damit hat die Biermarke unbeabsichtigt das brisante Thema der US-Einwanderungspolitik auf eine emotionale Weise aufgegriffen und konnte vermutlich in diesem Zusammenhang eine Menge Views generieren.

All zu offensichtliche Anspielungen auf die aktuelle Politik schienen jedoch weniger erfolgreich zu sein. So schaffte es der Spots des Baumarktes 84Lumber nicht in die Top10-Liste. Der Spot des Unternehmens stand schon im Vorfeld stark in der Kritik und wurde vom Sender Fox nicht in seiner vollen Länge ausgespielt. In dem Werbefilm wird die Reise einer Mutter mit ihrem Kind von Mexiko in die USA gezeigt. An der Grenze hält die beiden jedoch eine Mauer auf.

Den zweiten Platz, mit knapp 28 Millionen Views, sichert sich jedoch der Webseitenhoster Wix.xom, der mit Action-Stars Jason Stratham und Gal Gadot aufwartet. Hier nehmen die beiden in einem Kampf ein Restaurant auseinander, während der Koch seelenruhig eine Webseite zusammenbaut.

Mit fast 25 Millionen Views schafft es T-Mobile auf den dritten Platz. In dem Spot des Telekommunikationsunternehmens präsentiert Justin Bieber die Entwicklung der Celebration Moves, die Spieler bei einem Touchdown machen.

Die einzigen Automobilhersteller, die es unter die Top 10 schaffen, kommen aus Deutschland. Mercedes belegt mit seinem Spot „Easy Rider“ den siebten Platz. Der Werbefilm vom alternden Biker Peter Fonda, der mittlerweile auf ein Mercedes Cabrio umgestiegen ist, erzielte rund 16 Millionen Views. Mit mehr als 11,5 Millionen Views schafft es Audi auf Platz 9.

Social Media zeigt andere Favouriten

Die Social Media Management Plattform Sprinklr zeigt mit ihrem eigenen Brand-Ranking, dass die Anzahl der Views der Werbespots und der Buzz in den sozialen Medien nicht deckungsgleich sind. Bei den Views noch auf dem ersten Platz, schafft es Budweiser in den sozialen Medien gerademal auf Platz 11.

Sprinklr hat für sein Ranking die Erwähnungen der jeweiligen Hashtags der Marken auf Twitter und Instagram gezählt. Hier belegt erwartungsgemäß der Hashtag „pepsihalftimeshow“ mit 110.000 Erwähnungen einen klaren ersten Platz. Der Hashtag „unlimitedmoves“ von T-Mobile schafft es, wie auch im View-Ranking, auf den dritten Platz (ca. 7.000 Erwähnungen). Während Audi mit knapp 2.800 Posts mit dem Hashtag „driveprogress“ auf den neunten Platz kommt, ist Mercedes gar nicht vertreten.