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taz.de entscheidet sich für Google DoubleClick und Yieldlove

13. Januar 2017 (jvr)
screenshot taz.de

Yieldlove ist inzwischen mehr als nur ein Geheimtipp der Programmatic-Branche. Die Hamburger haben zum Jahresbeginn das exklusive Vermarktungsmandat für den Onlineauftritt der Tageszeitung (taz) gewonnen. Im Zuge der Neuausrichtung kam es auch zu einem Wechsel beim Adserving. Die taz stellte von Adspirit auf Google Doubleclick For Publishers (DFP) um.

Yieldlove hatte bereits seit Ende 2015 Teile des verfügbaren Werbe-Inventars auf taz.de monetarisiert. Der eigentliche Vermarkter war zu dieser Zeit noch Urban Media. Yieldlove kommt aus der Yield-Optimierung. Bei der Dienstleistung handelt es sich um ein Managed Service, der über unterschiedliche Marktplätze das Inventar programmatisch vermarktet. Dabei setzen die Hamburger auch auf PreBid.org und somit auf Header Bidding.

Für die taz verlief die Testphase mit Yieldlove offenbar zufriedenstellend. Nunmehr hat Yieldlove exklusiv den Auftrag den höchsten Ertrag aus dem Website-Traffic von taz.de herauszuholen. Allerdings muss Yieldlove jetzt auch liefern, denn die taz steht bei der Online-Vermarktung unter Druck. In den letzten Jahren sind die Einnahmen durch Online-Werbung deutlich zurück gegangen. Der Verlag rechnet jetzt fest damit, seine digitalen Umsätze mit Yieldlove massiv steigern zu können.

Mit Yieldlove hat die taz nun auch auf Doubleclick for Publishers (DFP) umgestellt. In einem Statement schreibt dietaz unter anderem selbst dazu: (Auszug)„Die Entscheidung, mit DFP ein Google-Produkt für taz.de zu nutzen, war keinesfalls eine leichte, die Chancen und Risiken sind allen Beteiligten gleichwohl bekannt und wurden kontrovers diskutiert. Der Wechsel zum Marktführer wäre uns auch mit unserem bisherigen Vermarkter nicht erspart geblieben. Im Vertrauen auf die Internetkompetenz unserer NutzerInnen, die das Tracking ihres Online-Verhaltens selbst einschränken können, hoffen wir dennoch, dass sich viele dafür entscheiden, taz.de die Einnahmequelle über Onlinewerbung offen zu halten.Um taz.de, die dahinter stehende Technik und ihre Entwickler, sowie den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten, konnte die mittelfristig einzige Alternative, auf Anzeigen ganz zu verzichten, kein gangbarer Weg für den Verlag sein. Der Markt ändert sich spürbar, die Vermarktung wird schwieriger, moderne Technologien, die es erlauben, das Inventar bestmöglich zu verkaufen und zu optimieren, sind bereits jetzt unverzichtbar. Die neue Plattform verbindet unsere freien Werbeplätze auf taz.de mit den führenden RTB (Real Time Bidding) Exchanges und Netzwerken, damit jeder Platz mit dem höchst möglichen Preis bespielt wird.“