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ADTECH

Adserver-Anbieter integriert Anti-Adblock-Lösung

4. August 2016 (ft)
Bild: WoGi - Adobe Stock

Eine klare Ansage von Jörg Klekamp, Vorstand Adition technologies AG:„Für Publisher sind Anti-Adblocker-Tools inzwischen ebenso ein Must-have wie Adverification- und Brand-Safety-Lösungen für Werbetreibende.“ Der Adserver-Anbieter Adition will seine Plattform zukünftig um Anti-Adblocking-Lösungen der Firmen tisoomi und AdDefend erweitern. Diese Technologien stehen jedoch besonders bei Werbetreibenden hart in der Kritik.

Neben einfachen Display Ads sollen mit den Adblockerabwehr-Tools der beiden Adition-Partner künftig auch Rich-Media- beziehungsweise HTML5-Werbeformate sowie In- und Outstream-Videowerbung, an den Adblockern vorbei ausgespielt werden können. Darüber hinaus soll es auch für das durch Adblocking mitbehinderte cookiebasierte Targeting Optimierungsfeatures geben.

Jörg Klekamp erklärt, dass das Unternehmen sein Anti-Adblocking-Angebot in Zukunft sukzessive weiter ausbauen wolle.

Technologie in der Kritik

Auch wenn sich viele Publisher über diese Neuerung freuen werden, kommen seitens der Werbetreibenden nicht nur positive Stimmen, wenn es um das Wiedereinsetzen geblockter Werbemittel geht. So hat sich schon vor einiger Zeit der Mediagigant GroupM gegen die Ad-Reinsertion ausgesprochen und rät Publishern davon ab, diese Technologie zu nutzen, wie Digiday berichtet. Eine Stimme, die Gewicht hat: Die Agenturengruppe macht rund ein Drittel der globalen Ad Spendings aus.

Grund für diese Einstellung: GroupM sieht den guten Ruf der Kunden-Brands in Gefahr. Daher möchte die Agenturengruppe eine feste Position gegen Ad-Reinsertion einnehmen und vertraglich absichern, dass Publisher keine geblockten Ads ihrer Kunden wieder einsetzen. Zudem soll dies zukünftig auch Voraussetzung sein, um den privaten Marktplatz der Gruppe beizutreten.

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