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Atlas erweitert Angebot - keine DSP Lösung in Sicht

7. März 2016 (ft)
Bild: Atlas Facebook

Atlas, der Adserver von Facebook, macht durch drei neue Produktankündigungen auf sich aufmerksam. Allerdings bleibt Atlas mit den neuen Features bei seinen Leisten. Es handelt sich um verbesserte Analysemöglichkeiten und einer neuen Video Adserving Funktion. Viele haben von Atlas noch im ersten Quartal diesen Jahres den Launch einer eigenen Demand Side Platform (DSP) erwartet. Daraus wird erst einmal nichts.

Anstatt der erwarteten Ankündigung einer DSP gibt Atlas nun drei Erweiterungen seines bisherigen Angebots bekannt. Mit den Features 'Offline Actions', 'Path to Conversion' und 'Video Adserving' möchte das Unternehmen Werbetreibenden bessere Messmethoden und umfangreichere Werbemöglichkeiten bieten.

Offline Actions

Durch Offline Actions können Advertiser ihre Online-Werbeausgaben mit ihren Offline-Verkäufen verknüpfen. Dazu müssen sie ihre Point-of-Sale (PoS)- Daten bei Atlas hochladen. Atlas wertet dann aus wie die gelaufenen Online-Kampagnen, die Offline-Verkäufe beeinflusst haben.

„Es freut uns zu sehen, dass Atlas Conversions durch Offline Actions auswertet. Wir können die Zusammenhänge zwischen dem, was online und was in unseren Geschäften geschieht, erkennen. Digitale Werbung und die Conversions vor Ort haben einen klaren Zusammenhang.“ – Matthew Ebbert, CRM und Analytik-Manager, The Land of Nod.

Path to Conversion

Durch die Erfassung von Endgeräten kann Atlas Werbetreibenden Auskunft darüber geben wie Nutzer die Werbeanzeigen auf ihren verschiedenen Geräten betrachten und wie ihr Weg zum Kaufabschluss ist. Atlas verfolgt hierbei seine „People-based Marketing“-Lösung und ist für die Messung nicht auf Cookies angewiesen. Atlas konnte nach eigenen Angaben feststellen, dass 30 Prozent aller Konversionspfade von Kunden des Automobilherstellers MINI auf dem Desktop-PC begannen und auf einem Mobilgerät endeten. Nach Aussage von Atlas wäre diese Messung mittels Cookies nicht möglich gewesen.

Video Adserving

Auch bei Werbung im beliebten Bewegtbildformat setzt Atlas auf Nutzer- anstatt auf Cookiedaten. So bietet Atlas ab Ende März die Möglichkeit Video Ads über die eigene Plattform auf sämtlichen Geräten auszuspielen. Gleichzeitig können Werbetreibende die Ergebnisse über alle Kanäle hinweg messen.