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Livestreams von Periscope ab sofort auf Twitter

13. Januar 2016 (jvr)
Quelle: Perispoce Press Assets

Die Livestreaming-App Periscope erweitert das Angebot von Twitter um ein weiteres Feature. Ab sofort ist es möglich, Livestreams von der App direkt auf Twitter anzuschauen. Die Funktion ist jedoch vorerst nur auf iOS verfügbar.

Die junge Livestreaming-App Periscope ist seit weniger als einem Jahr auf mobilen Geräten verfügbar und baut nun seine Reichweite mit Hilfe von Twitter aus. Mit der App haben Nutzer die Möglichkeit Livevideos zu streamen, die auch später noch als normale Videos abrufbar sind.

Bisher war es nur möglich Links zu den jeweiligen Livestreams bzw. Videos bei Twitter zu posten, wodurch die Leser nach dem Klick zu Periscope weitergeleitet wurden. Nun sollen auch Twitter-Nutzer ohne Periscope-Account in den Genuss der Livestreams kommen. Die interaktiven Funktionen mit dem Video, wie Herzen verteilen und Kommentare in das Video einfließen zu lassen, bleiben jedoch den Periscope-Nutzern vorenthalten.

Seit dem Start der App im März 2015 verzeichnete sie, nach Angaben des Unternehmens, mehr als 100 Millionen Video-Übertragungen. Die engere Verknüpfung mit Twitter birgt Vorteile für beide. Einerseits wird sich die Reichweite von Periscope erweitern und andererseits bekommt Twitter mehr Videoinhalte und könnte somit besser mit Snapchat konkurrieren.

Schlechte Nachrichten für Advertiser: In einem jüngst veröffentlichten Interview mit AdWeek.com beteuerte Periscope CEO Kayvon Beykpour, dass es in nächster Zeit keine Implementierung von Monetarisierung oder formalem Advertising in die Plattform geben wird. Ob sich Twitter dazu entscheidet, Pre-Roll Ads vor die eingebetteten Videos zu schalten, ist bisher noch nicht bekannt.

Bisher müssen Brands auf kreative Wege ausweichen, um über Periscope zu werben. So stellte BMW letztes Jahr ein neues Modell über den Periscope Livestream vor. Nestlé hingegen hat zur Werbung für eine Eissorte mehrere bekannte Streamer dazu verpflichtet, das Eis in ihre Streaming-Videos mit einzubinden. Die jeweiligen Streams wurden zusätzlich mit dem Hashtag #ad versehen, um sie als gesponsorte Videos zu kennzeichnen.