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VIDEO

Mobile Video goes Programmatic

11. Dezember 2015 (jvr)
Grafik: Ooyala Global Video Index Q3

Eine weitere Studie, diesmal von der Video Supply Side Platform (SSP) Ooyala, belegt nicht nur eindrucksvoll wie der Videokonsum auf den mobilen Endgeräten zunimmt, sondern auch wie Bewegtbildinventar zunehmend plattformbasiert über Programmatic Selling vermarktet wird.

Mobile Videoabrufe gehen durch die Decke

Ooyala untermauert mit seinem Global Video Index eine Entwicklung, die bereits die Wettbewerber FreeWheel und AOL in ihren eigenen Reports ankündigten: Der Konsum von Bewegtbild auf den mobilen Endgeräten geht durch die Decke.

Bereits 53 Prozent aller Online-Videoaufrufe in Europa werden über mobile Geräte (Tablet und Smartphone) generiert. Das ist bei Ooyala im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von über 50 Prozent. Der Ooyala-Report zeigt aber vor allem auch, dass programmatische Transaktionen für Premium-Publisher zur Norm werden und wie Sport-Events die mobile Videonutzung der Sportfans beeinflusst.

Ooyala Global Video Index Q3 Gelb: Anteil Tablet Videoabspielraten, blau: Anteil Smartphone Videoabspielraten. Grau: Summe

Ooyalas SSP Lösung wird inzwischen von zahlreichen Publishern eingesetzt, die damit ihr Bewegtbildangebot auf ihren Onlineauftritten mobil und stationär über Programmatic Selling vermarkten. Die Werte sind deswegen marktrelevant, weil unter anderem, große TV Sender wie ESPN, Univision, Sky Sports (U.K.), Foxtel (Australien), NBCUniversal, RTL (Deutschland) und M6 (Frankreich) die Ooyala-Plattform zur Monetarisierung nutzen. Einige dieser Publisher und TV-Sender setzen parallel zu Ooyala auch andere SSPs ein. Ein Vorgehen, das außerhalb von Deutschland üblich ist.

Ooyala Global Video Index Q3 Ländervergleich: Iren und Briten schwören auf den mobilen Bewegtbildkonsum

Großbritannien und Irland führen den Trend in Europa an. In beiden Ländern macht der Anteil mobiler Videoaufrufe über Smartphone und Tablet zwei Drittel aller Online-Aufrufe aus. In Deutschland liegt der Anteil mobiler Aufrufe zwar höher als in Spanien, Schweden oder Frankreich, mit 45 Prozent ist er insgesamt aber gleichauf mit dem weltweiten Durchschnitt. Dieses dritte Quartal zeigte sich auch, dass Smartphones den Trend zu mobiler Betrachtung anführen, da 88 Prozent aller mobilen Videoaufrufe von diesen Geräten kommen. Tablets bleiben mit 12 Prozent deutlich dahinter.

Besonders für Publisher verdrängen die Video Ad Impressions von Tablets (32 Prozent) und Smartphones (24 Prozent) die auf den PCs. So seien laut Ooyala die Video Ad Impressions Publisher auf Desktop seit dem ersten Quartal 2015 um 22 Prozent gesunken.

Massive Zunahme der Private Programmatic Deals

Die Daten der Kunden, die mit Ooyala Pulse SSP-Plattform verwenden, zeigen, dass Transaktionen mit Deal ID oder Paid Ad Impressions, die auf Verhandlungen mit festgelegten Preisen zurückzuführen sind, im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 150 Prozent gestiegen sind. Die Gesamtzahl von Private Programmatic Deals hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt und ist um 103 Prozent gewachsen. Währenddessen ist Real-Time Bidding seit Q2 2015 um 235 Prozent gestiegen. Diese Zahlen weisen deutlich darauf hin, dass sich Programmatic Deals von der Ausnahme zur Regel in der Videowerbung entwickeln.

Ooyala Global Video Index Q3 Der Trend geht bei der Vermarktung von Mobile Video in Richtung Programmatic Selling

Betrachtungsmuster bei Sportveranstaltungen am Spieltag

Ooyala hat in Q3 auch die Fanbindung für einen beliebten europäischen Sportverein über 45 Tage hinweg analysiert. Dabei wurde der Konsum von Sportvideos an Spieltagen und Nicht-Spieltagen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass am Tag vor jedem Spiel im Durchschnitt 75 Prozent häufiger Videos abgespielt werden.

Ooyala Global Video Index Q3 Einen Tag vor und nach dem Sportereignes gehen die Videoabspielraten hoch

Am Tag danach, wenn Fans Highlights, Spielzusammenfassungen und -Wiederholungen sehen wollen, liegt die Zahl der Aufrufe sogar 100 Prozent höher. Zusammen bietet das für Content-Anbieter ein Fenster von drei Tagen, an denen sie die Fanbindung und den Umsatz maximieren können und die Zahl der Zuschauer auf allen, vor allem aber auf mobilen Geräten, erhöhen können.