PROGRAMMATIC

Pubmatic rüstet auf

25. Juni 2015 (jvr)
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Die US Supply Side Plattform (SSP) Pubmatic rüstet kräftig auf und gibt gleich drei Unternehmenskooperationen bekannt. So haben Mediaagenturen, die die Demand Side Plattform Adazzle nutzen, ab sofort direkten Zugang zum Publisher-Inventar von Pubmatic. Für die Einführung einer Produktlösung zum sicheren Mediakauf greift Pubmatic hingegen auf die Kompetenzen von Integral Ad Science zurück, einem Anbieter für die Überprüfung von Werbeplatzierungen und Markensicherheit. Den Abschluss macht eine Ausweitung der Geschäftsbeziehungen zur Demand Side Plattform MediaMath, mit der die bestehende API-Integration um den programmatischen Zugang zu Mobile- und Video-Inventar erweitert wird.

Die Vereinbarung zwischen Pubmatic und Adazzle gilt für Europa und die APAC-Region und läuft technologisch über Automated Guaranteed. Rob Jonas, Chief Revenue Officer bei Pubmatic: „Wir glauben, dass die Automated Guaranteed-Technologie eine effizientere und effektivere Methode für den Handel mit Media ist. Durch die Vereinbarung mit Adazzle, bekommen Käufer sofortigen Zugang zu einer garantieren Menge an Inventar über viele unserer Premium-Publisher hinweg." Publishern von Pubmatic wiederum ermöglicht die Integration, vorab garantiertes Inventar auf direktem, automatisieren Wege mit den größten Mediaagenturen zu handeln, darunter GroupM, Publicis und Dentsu Aegis.

Die API-basierte Plattform von Pubmatic erlaubt Mediakäufern die Integration von Inventar über verschiedende Kanäle, Bildschirme und Geräte hinweg. Von der verstärken Zusammenarbeit profitieren künftig die Kunden des Technologieunternehmens MediaMath, denn neben der bereits vorhandenen API-Integration bei Pubmatic bietet MediaMath seinen Kunden nun API-basierten Zugang zu Mobile-, Video- und Direct Ad-Inventar.

Vor dem Hintergrund wachsender Werbeausgaben für Direkt- und Videowerbung und macht die Intensivierung der Zusammenarbet aus Jonas’ Sicht für beide Seiten Sinn: „Mit dem Hinzukommen programmatischer Käufer auf dem Markt nimmt die Komplexität und Fragmentierung des Kaufverhaltens zu. Die Integration dieser Angebots- und Nachfragequellen ist in einer offenen Umgebung für alle Akteure einfacher.” Auch Sam Cox, VP Open Global Media bei Mediamath, sieht in der einfachen Integration den Grundstein für den Erfolg programmatischer Werbung: „Egal ob über offene Exchanges oder in direkten Verhandlungen, muss für Publisher und Werbetreibende ein Wert geschaffen werden. Das bedeutet die Sicherstellung einer effizienten Vorgehensweise, eine verbesserte Leistungsfähigkeit und die Lieferung von Resultaten.”

Mit der Einführung der Brand Shield for Buyers-Lösung, die individuelle Filtereinstellungen für Risikotoleranzen und Impressions ermöglicht, reagiert Pubmatic in diesem Zuge auf die zunehmend eigenständigen Inventarkontrollen von Mediakäufern. “Wir wollen sowohl Premium-Publishern auf unserer Plattform als auch Mediakäufern, die Gebote für deren Inventar abgeben, eine sichere Lösung bieten”, so Rob Jonas. Dazu nutzt Pubmatic künftig die White- und Blacklisting-Kapazititäten von Integral Ad Science, einem Unternehmen, dass vierteljährlich einen Bericht über die Mediaqualität veröffentlicht. Michael Iantosca, CRO bei Integral, freut sich über die Zusammarbeit: “Die Lösung ist ein toller Schritt, um Käufern die Verantwortung für ihre Inventarqualität zu übergeben. Dafür bieten wir fortschrittliche Technologien zur Erkennung, Messung und Bekämpfung von Ad Fraud.”
Während Pubmatic im Ausland eine überaus starke Marktposition innehat, tun sich die US Amerikaner im deutschsprachigen Markt wie ihre Wettberwerber Rubicon Project weiterhin schwer. Hier haben zurzeit Google, Yieldlab, Improve Digital und AppNexus die Nase vorn.