ECOMMERCE - Studie unter Online-Shops:

Online-Händler unterschätzen alternative Erlösquellen

12. Mai 2015 (jvr)

Zusätzliche Erlöse durch Werbekostenzuschüsse (WKZ), Website- und Profildatenvermarktung sind neben dem Warenverkauf eine solide Einnahmequelle, die von Online-Händlern noch viel zu oft vernachlässigt werden. Nahezu jeder zweite Online-Shop (44 Prozent) lässt Erlösquellen abseits des Warenverkaufs ungenutzt. Das belegt eine Umfrage des Anbieters für E-Commerce Profiltargeting Kupona unter 102 Shop-Betreibern.

Immerhin jeder zweite Online-Händler hätten das aber erkannt. Vertriebsfördernde Maßnahmen über Werbekostenzuschüsse bieten 42 Prozent ihren Lieferanten an, ein Drittel vermarktet Unterseiten und Check-out-Bereiche des Webshops an Werbetreibende. Eine Monetarisierung von Kundenprofildaten, wie Amazon sie bietet, ermöglichen bislang gerade einmal 13 Prozent der Online-Händler.

Quelle:Kupona.de Umfrage unter 102 Online-Shops

Umsatzbeitrag von unerfahrenen Shops gering eingeschätzt

Hauptgrund für die Teilung der Händler in Vermarkter und Nicht-Vermarkter ist Unerfahrenheit bei den Vermarktungschancen. Dadurch wird der Beitrag dieser Monetarisierungsansätze schnell unterschätzt. 59 Prozent der Befragten, die bislang keine zusätzlichen Erlösquellen nutzen, halten die Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis für unwichtig. Ganz anders die Einstellung der Online-Händler, die WKZ- oder die Vermarktung der eigenen Umfelder bereits anbietet. Diese sehen diese Monetarisierungsmodelle bereits sie als geschäftsrelevant an, ein Sechstel hält sie gar für unverzichtbar.

Foto:kupona Melanie Vogelbacher

Melanie Vogelbacher, Director Data Driven Advertising bei Kupona: „Viele Händler unterschätzen das Vermarktungspotenzial ihres Webshops und natürlich das ihrer Profildaten enorm. Sie lassen Werbe- und Vertriebsbudgets links und rechts des Weges liegen. Insbesondere die Vermarktung der anonymen Profildaten ist eine Option, die sich, anders als vielleicht erwartet, ohne großen Aufwand und gegen ein faires Budget realisieren lässt.“

Viele Shop-Betreiber befürchteten zudem irrtümlicherweise einen Kontrollverlust über die Daten. „Eine Profildatenvermarktung über Dienstleister ist nicht nur rechts- und datensicher, sondern belässt die Datenhoheit auch beim Shop. Vorbehalte können durch einen offenen Dialog und nicht zuletzt entsprechende Verträge und Vereinbarungen entkräftet werden“, so Melanie Vogelbacher.