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ONLINE MEDIA - Prognose Werbemarkt:

Werbeausgaben steigen 2015 um 1,6 Prozent

24. March 2015 (jvr)
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Das internationale Mediaagenturnetzwerk Carat hat seine erste Prognose für die weltweiten Werbeausgaben im Jahr 2016 und 2015 veröffentlicht. Demnach werden die Werbeinvestitionen in diesem Jahr im Durchschnitt um 4,6 % auf 540 Mrd. US Dollar steigen. In Westeuropa fällt das Wachstum 2015, 2016 mit 2,8 % vergleichsweise moderat aus. Für Deutschland, einen der größten Werbemärkte in Europa, erwartet Carat im Jahr 2015 ein Plus von 1,6 %. Die Investitionen für Mobile und Video werden dabei hierzulande stärker ausfallen als im globalen Durchschnitt.

Das durchschnittliche Wachstum in Westeuropa mit einem geschätzten Plus von jeweils 2,8 Prozent (in 2015 und 2016) wird laut Carat vor allem durch einen starke Entwicklung in Großbritannien (+ 6,4 % in 2015) und Spanien (+ 6,8 %) getrieben.

Wachstumstreiber für die Werbung sind vor allem die digitalen Medien. Sie werden ihren Anteil am Werbemarkt bis 2016 global auf 25,9 Prozent ausbauen und den Abstand zum umsatzstärksten Werbemedium, dem Fernsehen mit 42,7 % Marktanteil, weiter verringern.

Grafik: Carat

Deutschland: Mobile und Video Adertising als Wachstumstreiber

In Deutschland sollen die digitalen Medien 2015 bereits 28,8 % des nationalen Werbemarktes ausmachen. Der größte Anteil daran (65 %) entfällt auf Suchmaschinenwerbung. Stark wachsen werden 2015 national wie international Mobile Advertising (global + 50 %/D + 54 %) und Online Videowerbung (global + 21 %/D + 29 %). Umsätze und Marktanteile verlieren werden weltweit vor allem Zeitungen und Zeitschriften. So wird 2015 global die Außenwerbung (7,1 % Marktanteil) voraussichtlich erstmals die Zeitschriften (6,9 %) überflügeln.

Christopher Samsinger

Christopher Samsinger, CEO von Carat Deutschland: „Der deutsche Werbemarkt wird sich in den kommenden beiden Jahren analog zum Bruttoinlandsprodukt und zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bewegen. Mobile und Video Advertising entwickeln sich derzeit auch hierzulande wesentlich dynamischer als der Online-Displaymarkt und die Suchmaschinenwerbung – auch wenn letztere noch das Gros des Umsatzes stellt. Wir erwarten, dass sich die Ausgaben für Mobile Advertising in Deutschland bis 2016 mehr als verdoppeln werden (+ 128 % im Vergleich zu 2014). Videowerbung wird um 63 % wachsen.“ Derzeit, so Samsinger, werde etwa jedes fünfte Online Video schon mobil, vor allem auf Smartphones, angeschaut. Etwa drei Viertel der globalen Werbeausgaben im mobilen Bereich gingen bereits an Google und Facebook.

Carat