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Pierre Chappaz: „Wir müssen über Viewability reden.“

5. August 2014 (jvr)

„Die gesamte Branche hat ein gewaltiges Problem, wenn mehr als die Hälfte der Online-Werbung von Internetnutzern gar nicht erst gesehen wird“, konstatiert Pierre Chappaz, CEO der Ebuzzing & Teads Unternehmensgruppe. „Werbetreibende bezahlen für Ad-Impressions, aber bekommen keine Garantie dafür, dass sie für ihre Investition einen Gegenwert erhalten. Im schlimmsten Fall werden sie einfach abkassiert, ohne dass das gebuchte Werbemittel dem Nutzer jemals angezeigt wurde. So betrügt die Branche nicht nur die Werbekunden, sondern auch sich selbst.“

Verschiedene Initiativen zeigen, dass die Sensibilität für das so genannte Viewability-Problem am Markt zunimmt. Das IAB (Interactive Advertising Bureau) hat beispielsweise festgelegt, dass ein Bewegtbild-Werbeformat das Kriterium “viewable“ erfüllt, wenn die Hälfte des Videoplayers für mindestens zwei Sekunden sichtbar ist. auch andere internationale Brancheninitiativen wie OpenVV, der die Ebuzzing & Teads Unternehmensgruppe kürzlich beigetreten ist, will sicherstellen, dass Online-Video-Werbung sichtbar ausgeliefert wird. Unter anderem beschäftigt sich der BVDW in Deutschland in zahlreichen Fokusgruppen und Gremien mit dem Thema.

Pierre Chappaz ist jedoch der Ansicht, dass diese Ansätze nicht ausreichend sind: „Dass sich Marktteilnehmer zusammenfinden und einheitliche Standards für die Sichtbarkeit und Wirkung von Online-Werbung definieren, ist ja schön und gut. Wir sollten allerdings Lösungen entwickeln, um Online-Werbung nicht nur im theoretisch sichtbaren Bereich des Users anzuzeigen, sondern auch tatsächlich sicherstellen, dass Nutzer sie sehen – und das freiwillig.“ Chappaz weiter: „Wenn sich die Branche im September auf der DMEXCO trifft, müssen wir über ‘Viewability‘ reden. Die Werbetechnologie der Zukunft kann das Problem technisch beheben und Online-Werbung auf ein neues, faires Niveau bringen“.

So bieten Outstream-Platzierungen in redaktionellen Premium-Umfeldern garantierte Sichtbarkeit. Outstream-Werbung von Ebuzzing & Teads soll dort ausgespielt werden, wo die User-Aufmerksamkeit sich konzentriert: Im Herzen von redaktionellem Content, direkt zwischen zwei Absätzen eines Artikels. Dabei würden Werbetreibende ausschließlich für 100 Prozent durchgesehene Videos (Cost per Completed View) zahlen. Wird das Video durch überscrollen des Users weniger als 50 Prozent angezeigt, soll dieses automatisch pausieren. Werbetreibenden wird dadurch kein abgebrochener View berechnet. Auf der DMEXCO wird Ebuzzing & Teads unter anderem dieses Prinzip (View to Play) präsentieren.