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ONLINE VERMARKTUNG

ProvenExpert will Bewertungen transparenter machen

7. Januar 2014 (stg)

Das Berliner Start-up ProvenExpert.com verspricht Nutzern mehr Kontrolle über Kundenbewertungen und Profil-Daten. Im Unterschied zu anderen Bewertungsportalen soll der Online-Service ein qualifiziertes Kundenfeedback ermöglichen. Dabei soll der Kunde eine Art Einladung vom Unternehmen bekommen, u.a. via Social Media. So soll vermieden werden, dass sich eine Person mehrmals anmeldet.

Zum Frisör um die Ecke oder lieber doch zur Konkurrenz zwei Straßen weiter? Bei der Wahl eines Dienstleisters oder Produkts spielen Bewertungen eine immer größere Rolle. Bewertungsportale sind hierbei ein Anlaufpunkt und bringen Vorteile für Kunden und Unternehmer. Aber welche negativen Auswirkungen es haben kann, wenn Nutzer die Kontrolle über ihr Online-Profil verlieren, ist am Beispiel Yelp deutlich geworden. Nach dem Löschen positiver Bewertungen wenden sich viele Betroffene nun ab.

Anders als bei Bewertungsportalen können sich Nutzer nur selbst ein Profil bei ProvenExpert anlegen. Eine Anmeldung durch Dritte sei nicht möglich. Kunden können Feedback geben, wenn sie hierzu vom Profil-Inhaber eingeladen werden, beispielsweise per Zugangscode oder über Soziale Netzwerke. Kundenfeedback ist aber nicht automatisch öffentlich sichtbar. Der Nutzer kann frei entscheiden, ob er alle, nur bestimmte oder gar keine Bewertungen sichtbar macht. Werden nicht alle Bewertungen veröffentlicht, ist dies auf dem Profil aber deutlich erkennbar. So soll das Bewertungssystem für Kunden transparent bleiben.

 „Bewertungen können gemeldet werden, wenn sie nicht unseren Bewertungsrichtlinien entsprechen oder der Verdacht auf Manipulation besteht. Unser Support-Team prüft dann den Sachverhalt. Wichtig für uns ist, dass Menschen beurteilen, welche Bewertungen unter Umständen gelöscht werden müssen. Grundsätzlich sind aber immer alle Bewertungen auf dem Profil verfügbar, sofern sie sich an die Richtlinien halten“, so Remo Fyda, Geschäftsführer von ProvenExpert.

Im Unterschied zu Bewertungsportalen setze das Start-up auf kompetenzbasierte Online-Fragebögen. Zwar basiert die Bewertung auch hier auf dem bekannten Prinzip des Sterne-Ratings, soll aber ein qualifiziertes Kundenfeedback in Echtzeit ermöglichen. Bis zu 60 Kriterien für Kundenzufriedenheit (u.a. Qualität, Leistung oder Beratung) werden abgefragt. Die Fragebögen können je nach Branche individuell gestaltet werden.